Die Ransomware-Gruppe SafePay hat die SHW Schmiedetechnik GmbH & Co. KG aus Baiersbronn-Friedrichstal auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet und lässt einen Countdown bis zur angedrohten Veröffentlichung laufen – unbestätigte Täter-Behauptung.

Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen, öffentlich verfügbaren Unternehmensdaten sowie auf Einträgen einer Darknet-Leak-Seite der Ransomware-Gruppe SafePay. Die dort veröffentlichten Aussagen sind Behauptungen der Täter, keine bestätigten Tatsachen und konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig überprüft werden. Die Erwähnung von SHW Schmiedetechnik bedeutet daher nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat. Eine unabhängige Verifizierung eines Datenabflusses liegt nicht vor, ebenso keine öffentliche Stellungnahme des Unternehmens. Alle Angaben zu möglichen Datenarten, Auswirkungen, Fristen, Budgets und Sicherheitsmaßnahmen sind Einordnungen, Mutmaßungen bzw. Schätzungen auf Basis öffentlich zugänglicher Drittquellen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wir verlinken bewusst nicht auf die Leak-Seite und verbreiten keine mutmaßlich entwendeten Daten.
| Betroffene Domain | shw-fr.de |
| Gruppe | SafePay |
| Veröffentlichung des Eintrags | 06.07.2026, 19:06 Uhr |
| Countdown (Zeitpunkt Screenshot) | 2 Tage, 23 Std., 27 Min., 4 Sek. |
| Aufrufe des Eintrags | 53 |
| Land | Deutschland 🇩🇪 |
Der Countdown deutet darauf hin, dass die Gruppe eine Veröffentlichung der angeblich entwendeten Daten für etwa den 09. Juli 2026 androht – sofern es bis dahin nicht zu einer Einigung mit dem Unternehmen kommt. Solche Timer sind ein klassisches Druckmittel der sogenannten Double-Extortion-Taktik.
Am 06. Juli 2026 erschien die SHW Schmiedetechnik auf der Leak-Seite von SafePay. Die Täter beschreiben das Unternehmen in ihrem Eintrag detailliert – von der Firmengeschichte bis zum Produktportfolio – und behaupten, im Besitz interner Informationen zu sein. Welche Daten konkret betroffen sein sollen, nennt der Eintrag nicht. Beweise, etwa Dateiproben, wurden zum Zeitpunkt der Beobachtung nicht öffentlich dargestellt bzw. sind nicht unabhängig verifiziert.
Erfahrungsgemäß dienen solche Einträge häufig dazu, den Druck während laufender Erpressungsverhandlungen zu erhöhen. In der Vergangenheit kam es auch vor, dass Gruppen Unternehmen listeten, obwohl Angaben unvollständig oder übertrieben waren.
Die SHW Schmiedetechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Baiersbronn-Friedrichstal (Baden-Württemberg) zählt zu den traditionsreichsten Industrieunternehmen Deutschlands – die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1596 zurück. Die heutige Gesellschaftsstruktur besteht seit 1996.

Hinweis: Sämtliche Zahlen sind Modellrechnungen und Schätzungen auf Basis allgemein anerkannter Orientierungswerte (u. a. BSI, IT-Grundschutz, FBI/CISA-Empfehlungen zur Ransomware-Prävention). Ob und in welchem Umfang SHW Schmiedetechnik in IT und Cybersecurity investiert hat, ist uns nicht bekannt. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Aussage über tatsächliche Budgets oder Versäumnisse des Unternehmens.
Vereinfachte, dramatisierte Darstellung – kein Beweis, keine Rekonstruktion des konkreten Vorfalls. Sie zeigt, wie ein typischer Double-Extortion-Angriff nach dem SafePay-Muster technisch abläuft.
Die SHW Schmiedetechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Baiersbronn-Friedrichstal zählt zu den traditionsreichsten Industrieunternehmen Deutschlands. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Schmiedetechnik und fertigt unter anderem Schmiede- und Verschleißteile für die Landtechnik, Federstahlzinken, Messer, Schlegel sowie Garten-, Forst- und Bauwerkzeuge. Die Produkte werden unter Marken wie SHW Friedrichstal, SHW REX, SHW Black Forest und SHW Forst vertrieben. Mehr als 75 % der Fertigung geht in den Export.
SafePay nennt keine konkreten Datensätze. Sollte es tatsächlich zu einem erfolgreichen Angriff gekommen sein, könnten – je nach kompromittiertem System – theoretisch folgende Kategorien betroffen sein. Alle Nennungen sind mögliche, nicht bestätigte Szenarien:
SafePay zählt inzwischen zu den aktiveren Ransomware-Gruppen und setzt konsequent auf Double Extortion: Daten werden vor der Verschlüsselung kopiert, anschließend wird mit deren Veröffentlichung gedroht, um Lösegeldzahlungen zu erzwingen. Die Gruppe listet regelmäßig auch deutsche Mittelständler – ein Muster, das zeigt, dass längst nicht mehr nur Großkonzerne im Fokus stehen. Weitere Wasacon-Analysen zu SafePay: Flughafen Hahn, DIA179, AWO Berlin Südost.
Mit der Listung der SHW Schmiedetechnik gerät erneut ein traditionsreicher deutscher Fertigungsbetrieb ins Visier organisierter Cyberkriminalität. Ob tatsächlich Daten abgeflossen sind und ob der Countdown in einer Veröffentlichung mündet, bleibt unbestätigt. Fest steht: Bereits der öffentliche Eintrag erzeugt massiven Druck – und der Fall unterstreicht einmal mehr, dass auch kleinere Industrieunternehmen ein belastbares Cybersecurity-Budget, getestete Backups und einen Incident-Response-Plan benötigen, bevor der Ernstfall eintritt.
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue, verifizierbare Informationen vorliegen – insbesondere eine mögliche Stellungnahme von SHW Schmiedetechnik.
Ob in Erkelenz, Wegberg, Wassenberg, Hückelhoven, Aachen, Mönchengladbach, Geilenkirchen, Jülich, Düren oder Krefeld – Ransomware-Angriffe nach dem SafePay-Muster treffen Fertiger, Handwerksbetriebe und Mittelständler in der gesamten Region. Wasacon unterstützt Betriebe im Kreis Heinsberg und im Rheinland mit Schwachstellenanalyse, EDR/XDR, Backup-Strategie und Incident-Response nach NIS2-Standard.
Weitere Analysen zu SafePay-Listungen deutscher Mittelständler und Traditionsunternehmen.
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