Die Safepay-Gruppe hat die DIA179 GmbH („german industry architecture“) aus Berlin auf ihrer Darknet-Leak-Seite veröffentlicht und behauptet, Daten des Unternehmens erbeutet zu haben – ein Countdown läuft.

Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
Ein weiteres deutsches Unternehmen ist auf einer Ransomware-Leak-Seite aufgetaucht. Safepay behauptet, Daten der Berliner DIA179 GmbH erbeutet zu haben. Auf der Leak-Seite läuft bereits ein Countdown, nach dessen Ablauf die gestohlenen Daten veröffentlicht werden sollen – sofern keine Einigung erzielt wird. Eine Bestätigung des Unternehmens liegt bislang nicht vor.
Die DIA179 GmbH wurde 2007 gegründet und hat ihren Sitz im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin. Das Unternehmen ist auf die Planung und Realisierung komplexer Industrie-, Logistik- und Produktionsgebäude spezialisiert und übernimmt Projekte als Generalplaner – von der Machbarkeitsstudie bis zur Fertigstellung.
Im Gegensatz zu klassischen Architekturbüros liegt der Schwerpunkt nicht auf Wohn- oder Bürogebäuden, sondern auf hochfunktionalen Industrieanlagen, bei denen Produktionsabläufe, Materialflüsse und logistische Prozesse bereits in der Planungsphase optimiert werden. Nach öffentlich verfügbaren Informationen beschäftigt DIA179 rund 12 Mitarbeiter.
Auf der Unternehmenswebsite nennt DIA179 zahlreiche Projekte aus der deutschen Industrie – darunter namhafte Konzerne und Produktionsbetriebe aus Automobil-, Pharma- und Elektronikindustrie. Gerade diese Kundenstruktur macht deutlich, dass das Unternehmen regelmäßig mit vertraulichen technischen Unterlagen arbeitet.
Referenzen laut Unternehmensangaben – keine Aussage über eine mögliche Betroffenheit einzelner Kunden.

Wie so ein Angriff typischerweise abläuft – von Eindringen bis Veröffentlichung. Rechts: simulierter Safepay-Countdown.
Viele Menschen stellen sich unter einem Architekturbüro lediglich Bauzeichnungen oder Grundrisse vor. Tatsächlich verfügen spezialisierte Industrieplaner jedoch häufig über äußerst sensible Informationen, die für Unternehmen von erheblichem wirtschaftlichem Wert sind. Sollte es tatsächlich zu einem Datenabfluss gekommen sein, könnten unter anderem folgende Kategorien betroffen sein:
Generalplaner verwalten oftmals gleichzeitig Projekte zahlreicher Unternehmen. Sollten tatsächlich Projektunterlagen entwendet worden sein, könnten sich darunter möglicherweise auch Informationen zu Kundenprojekten befinden.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Kunden selbst gehackt wurden oder ihre IT-Systeme kompromittiert sind. Es bedeutet lediglich, dass Planungsunterlagen oder Projektdokumente theoretisch Bestandteil eines möglichen Datenbestandes sein könnten.
Safepay gehört zu den derzeit aktiven Ransomware-Gruppen, die Unternehmen nach dem sogenannten Double-Extortion-Prinzip angreifen: Daten werden erst gestohlen, dann verschlüsselt – und bei Nichtzahlung im Darknet veröffentlicht.
Unternehmen, die aktuell mit DIA179 zusammenarbeiten oder in den vergangenen Jahren gemeinsame Projekte umgesetzt haben, sollten vorsorglich aufmerksam bleiben – ohne in Panik zu verfallen.
Diese Empfehlungen sind allgemeine Vorsichtsmaßnahmen und bedeuten nicht, dass Geschäftspartner automatisch betroffen sind.
Industrie- und Generalplanungsbüros geraten zunehmend in den Fokus professioneller Ransomware-Gruppen. Der Grund ist einfach: Sie verfügen häufig über hochsensible Informationen zu Produktionsanlagen, Logistikzentren, Forschungsgebäuden und industriellen Infrastrukturprojekten. Ein erfolgreicher Angriff kann daher weit über das eigentliche Unternehmen hinaus Auswirkungen haben.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine öffentliche Bestätigung, dass die DIA179 GmbH tatsächlich Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs geworden ist. Die bekannten Informationen stammen ausschließlich von der Safepay-Leak-Seite. Sollte das Unternehmen eine Stellungnahme veröffentlichen, wird dieser Artikel aktualisiert.
Weitere Analysen zu Ransomware-Listungen und Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen.
Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
Haftungsausschluss: Die auf Wasacon bereitgestellten Inhalte dienen nur zu Informationszwecken. Wir garantieren nicht die Qualität, Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen aus Drittquellen.
0 Beiträge
Wie viel sollte Ihr Unternehmen jährlich in IT investieren?
Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
IT-SicherheitSeit dem 9. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe Qilin die pm-energy GmbH aus Reesdorf (Schleswig-Holstein) auf ihrer Leak-Seite. Was belegt ist, was Täterbehauptung bleibt – und warum Photovoltaik-Projektdaten besonders sensibel sind.
IT-SicherheitSeit dem 8. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe Qilin die Clausing GmbH Tiefbauunternehmen aus Osnabrück auf ihrer Darknet-Leak-Seite. Was belegt ist, was Täterbehauptung bleibt – und warum die digitalisierten Bauprozesse den Fall brisant machen.
IT-SicherheitSeit dem 7. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe The Gentlemen die Münchner INKA Group GmbH & Co. KG als mutmaßliches Opfer. Register- und Konzerndaten zeigen ein verzweigtes Immobiliennetz – bis hin zur Hasen-Immobilien AG mit 230,5 Mio. € Bilanzsumme.
Wir prüfen Ihre Domain kostenlos gegen bekannte Infostealer- und Leak-Datenbanken – vertraulich und unverbindlich.