Die Ransomware-Gruppe SafePay hat die RTN Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH aus Neubrandenburg auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet. Countdown läuft – unbestätigte Täter-Behauptung.

Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen (Leak-Seiten-Monitoring, Handelsregister, Unternehmenswebsite, Threat-Intelligence-Berichte) sowie auf einem Eintrag der Darknet-Leak-Seite der Ransomware-Gruppe SafePay. Die dort veröffentlichten Aussagen sind Behauptungen der Täter, keine bestätigten Tatsachen, und konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig überprüft werden. Umsatz-, Budget- und Modellrechnungen sind ausdrücklich gekennzeichnete Schätzungen. Die Erwähnung der RTN Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens lag zum Redaktionsschluss nicht vor. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wir verlinken bewusst nicht auf die Leak-Seite, geben die Onion-Adresse nicht als klickbaren Link wieder und verbreiten keine mutmaßlich entwendeten Daten.
| Betroffene Domain | rtngmbh.de |
|---|---|
| Gruppe | SafePay |
| Veröffentlichung des Eintrags | 06.07.2026, 18:59 Uhr (UTC) |
| Countdown (Erfassung) | ≈ 2 Tage, 23 Std., 18 Min. |
| Aufrufe des Eintrags | 64 |
| Voraussichtlicher Fristablauf | ≈ 09.07.2026 |
| Land | Deutschland 🇩🇪 |
Die RTN Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH mit Sitz in der Quarzstraße 5, 17036 Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), ist ein klassischer Mittelständler der Bau- und Versorgungsbranche. Die Unternehmenshistorie reicht bis 1992 zurück; die heutige Gesellschaft wurde 2015 gegründet (AG Neubrandenburg, HRB 20095, Stammkapital 25.000 €). Aus einem kleinen Familienunternehmen entwickelte sich ein regionaler Infrastruktur-Spezialist mit nach eigenen Angaben über 8.000 Kilometern verlegter Leitungen.
Mit rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeitet RTN für öffentliche Auftraggeber (Kommunen, Versorger/Stadtwerke) sowie private und industrielle Kunden. Genau diese Kundenstruktur macht den Fall brisant: Ein Tiefbauunternehmen, das Trinkwasser-, Gas- und Stromnetze baut, verfügt naturgemäß über technische Projektunterlagen, Lagepläne und Ausschreibungsdokumente mit Bezug zu kritischer Versorgungsinfrastruktur.

| Bereich | Beispielbudget/Jahr |
|---|---|
| Managed Firewall & VPN-Härtung inkl. MFA | 8.000–20.000 € |
| Endpoint Detection & Response (EDR/MDR) | 8.000–15.000 € |
| Backup & Disaster Recovery (Offline / Immutable) | 10.000–30.000 € |
| Security Awareness & Phishing-Simulationen | 3.000–8.000 € |
| Schwachstellen- & Patch-Management | 5.000–15.000 € |
| Penetrationstest / externe Sicherheitsprüfung | 8.000–20.000 € |
| Notfallplanung, IR-Retainer, Übungen | 3.000–10.000 € |
Hinweis: Umsatz- und Budgetzahlen sind redaktionelle Schätzungen / Modellrechnungen auf Basis branchenüblicher Kennzahlen (BSI, FBI/CISA). Ob und in welchem Umfang die RTN GmbH in IT- und Cybersecurity investiert hat, ist uns nicht bekannt.
Weitere Wasacon-Analysen zu SafePay: Lebenshilfe Wohnverbund NRW, SHW Schmiedetechnik, Flughafen Hahn, DIA179, AWO Berlin Südost.
Der Leak-Eintrag folgt dem üblichen Muster: Firmenbeschreibung, Countdown, Drohung mit Datenveröffentlichung. Konkrete Datenmengen oder Beispieldateien („Proofs") waren zum Zeitpunkt der Erfassung nicht Bestandteil des öffentlich einsehbaren Eintrags. Typischerweise entwenden Ransomware-Gruppen bei Bauunternehmen unter anderem:
Ob dies im Fall der RTN GmbH zutrifft, ist derzeit nicht bestätigt.
Da RTN auch für Kommunen und Versorger arbeitet, sollten insbesondere öffentliche Auftraggeber prüfen, welche gemeinsamen Projektdaten, Pläne oder Zugänge potenziell betroffen sein könnten – ein klassisches Lieferketten-Szenario (Stichwort NIS-2).
Der Fall RTN fügt sich in ein Muster, das 2025/2026 zur traurigen Normalität geworden ist: SafePay hat sich auf den deutschen Mittelstand eingeschossen – Bau- und Ingenieurunternehmen gehören laut aktuellen Auswertungen zu den am stärksten wachsenden Zielgruppen deutscher Datenlecks. Die Gruppe agiert schnell, professionell und ohne Affiliates. Ob es bei der RTN GmbH tatsächlich zu einem Datenabfluss gekommen ist und welche Informationen betroffen sind, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht unabhängig bestätigen. Fest steht nur: Der Eintrag existiert, der Countdown läuft.
Zuletzt aktualisiert: . Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald neue verifizierbare Informationen vorliegen – insbesondere nach Ablauf des Countdowns.
Ob in Erkelenz, Wegberg, Wassenberg, Hückelhoven, Aachen, Mönchengladbach, Geilenkirchen, Jülich, Düren oder Krefeld – Ransomware-Angriffe nach dem SafePay-Muster treffen Mittelständler, Bauunternehmen und Versorger-Zulieferer in der gesamten Region. Wasacon unterstützt Organisationen im Kreis Heinsberg und im Rheinland mit Schwachstellenanalyse, EDR/XDR, Backup-Strategie und Incident-Response nach NIS-2-Standard.
Weitere Analysen zu SafePay-Listungen deutscher Organisationen und Mittelständler.
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