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    Darknet-Leaks · Cyberangriffe · Maritime Wirtschaft · Ransomware

    BMI Projects gehackt? SafePay listet deutsches Schiffsausbau-Unternehmen im Darknet – Countdown läuft

    Die Ransomware-Gruppe SafePay hat die BMI Projects GmbH (vormals Bez Marine Interiors GmbH) auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet. Ein Countdown läuft – unbestätigte Täter-Behauptung.

    15 min Lesezeit Hamburg
    BMI Projects GmbH auf SafePay Darknet-Leak-Seite mit Countdown – Ransomware-Bande behauptet Datenbesitz (unbestätigt)
    Darknet-Listing SafePay
    Countdown bis zur angedrohten Veröffentlichung der BMI-Projects-Daten
    Nach Ablauf droht die Gruppe mit der Freigabe der angeblich erbeuteten Daten – unbestätigt.
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    Transparenzhinweis

    Dieser Artikel basiert auf öffentlich einsehbaren Angaben der Darknet-Leak-Seite der Ransomware-Gruppe SafePay sowie auf öffentlich verfügbaren Register- und Firmenauskünften Dritter. Es handelt sich um Behauptungen der Täter, keine bestätigten Tatsachen. Weder liegt eine unabhängige Verifizierung eines Datenabflusses vor, noch hat die BMI Projects GmbH oder ihr Liquidator den Vorfall zum Zeitpunkt der Veröffentlichung öffentlich bestätigt. Alle Angaben zu möglicherweise betroffenen Daten, Auswirkungen, Umsätzen und Budgets sind Mutmaßungen bzw. Schätzungen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wir verlinken bewusst nicht auf die Leak-Seite und verbreiten keine mutmaßlich entwendeten Daten. Der Beitrag wird aktualisiert, sobald belastbare neue Informationen oder eine offizielle Stellungnahme vorliegen.

    Kurzantwort

    Die Ransomware-Gruppe SafePay hat die BMI Projects GmbH (vormals Bez Marine Interiors GmbH, gegründet 2016, Sitz Hamburg-Rothenburgsort, ca. 10–19 Beschäftigte) am 6. Juli 2026 um 18:50 Uhr (UTC) auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet und behauptet, interne Daten zu besitzen. Ein rund dreitägiger Countdown läuft, Ablauf ca. 9./10. Juli 2026. Besonderheit: Über das Vermögen der BMI Projects GmbH wurde bereits Ende März 2025 ein Insolvenzverfahren eröffnet, seit Mitte 2025 befindet sich die Gesellschaft in Liquidation. Eine unabhängige Bestätigung des Angriffs, ein Datenabfluss oder eine offizielle Stellungnahme liegen nicht vor.

    Das Wichtigste in Kürze

    • BMI Projects GmbH am 06.07.2026 (18:50 UTC) auf SafePay-Leak-Seite gelistet.
    • Countdown läuft, Ablauf ca. 9./10. Juli 2026 – Datenabfluss unbestätigt.
    • Unternehmen seit Frühjahr 2025 insolvent und in Liquidation.
    • Hamburger Spezialist für Kreuzfahrtschiff-Innenausbau, Referenzen u. a. Hapag-Lloyd Cruises.
    • Empfohlenes IT-Sicherheitsbudget: ca. 15.000–40.000 € pro Jahr (BSI/Bitkom-Benchmark).

    Was ist passiert?

    Am 06.07.2026 gegen 18:50 Uhr erschien auf der im Tor-Netzwerk („Darknet") betriebenen Leak-Seite von SafePay ein neuer Eintrag zur Domain bmiprojects.de. Zum Zeitpunkt unserer Sichtung zeigte der Eintrag einen laufenden Countdown von rund 2 Tagen und 23 Stunden – die angedrohte Veröffentlichung mutmaßlich entwendeter Daten wäre damit rechnerisch für den 9./10. Juli 2026 angesetzt.

    Auffällig ist, dass die Täter das Unternehmen in ihrem Eintrag durchgehend in der Vergangenheitsform beschreiben („BMI Projects GmbH was a German engineering and interior construction company") – ein ungewöhnliches Detail, das zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens passt. Konkrete Angaben zum Umfang der angeblich erbeuteten Daten machen die Täter im Eintrag nicht; Beweisdateien („Proof Packs") waren zum Zeitpunkt unserer Sichtung nicht erkennbar.

    Betroffene Domainbmiprojects.de
    GruppeSafePay
    Veröffentlichung des Eintrags06.07.2026, 18:50 Uhr (UTC)
    Countdown (Erfassung)≈ 2 Tage, 23 Std., 8 Min.
    Aufrufe des Eintrags77
    Voraussichtlicher Fristablauf≈ 09./10.07.2026
    LandDeutschland 🇩🇪

    Wer ist die BMI Projects GmbH?

    Die BMI Projects GmbH mit Sitz in Hamburg-Rothenburgsort (Brandshofer Deich 116) ist auf hochwertige Innenausbauprojekte für die Passagierschifffahrt spezialisiert. Das Unternehmen wurde im November 2016 unter dem Namen Bez Marine Interiors GmbH in das Handelsregister eingetragen (Amtsgericht Hamburg, HRB 143812) und firmierte später in BMI Projects GmbH um. Geschäftsführer ist Stefan Bez, dessen Familienname auch im ursprünglichen Firmennamen steckt – die Wurzeln des Betriebs im Hamburger Schiffsinnenausbau reichen deutlich weiter zurück als die GmbH-Gründung.

    Zu den Referenzen zählen prominente Projekte für Hapag-Lloyd Cruises, darunter die Revitalisierung der Gatsby Bar und der Grand Penthouse Suite auf der MS Europa (2015) sowie der Collins Bar auf der MS Europa 2 (2017). Die Täter nennen in ihrem Eintrag zudem TUI Cruises als Kunden – auch das ist bislang unbestätigt.

    Leistungsspektrum

    • Innenausbau für Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Yachten
    • Engineering, Schiffsarchitektur & Projektentwicklung
    • Möbel- und Innenraumfertigung, Polsterei
    • Logistik und schlüsselfertige Montage
    • Modernisierung von Passagierschiffen weltweit
    • Rapid Dry-Dock-Refurbishments in engen Werftliegezeiten

    Zahlen, Daten, Fakten

    OrganisationBMI Projects GmbH (vormals Bez Marine Interiors GmbH)
    SitzBrandshofer Deich 116, Hamburg-Rothenburgsort
    GründungNovember 2016
    RegisterHRB 143812, Amtsgericht Hamburg
    GeschäftsführerStefan Bez
    BrancheInnenausbau für Kreuzfahrtschiffe, Fähren & Yachten
    Mitarbeitendeca. 10–19
    Umsatz (Schätzung)niedriger einstelliger Millionenbereich €
    Bilanzsumme 2022ca. 3,0 Mio. € (2020: 4,3 Mio. € · 2021: 2,8 Mio. €)
    Referenzen (öffentlich)Hapag-Lloyd Cruises (MS Europa, MS Europa 2); TUI Cruises laut Tätereintrag – unbestätigt
    Wirtschaftlicher StatusInsolvenzverfahren seit März 2025, in Liquidation
    Leak-GruppeSafePay
    StatusAuf Leak-Seite mit Countdown gelistet, keine unabhängige Bestätigung

    Unternehmen bereits in der Insolvenz

    Ein zentraler Punkt für die Einordnung dieses Falls: Laut öffentlich zugänglichen Registerinformationen wurde über das Vermögen der BMI Projects GmbH bereits Ende März 2025 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Seit Mitte 2025 befindet sich die Gesellschaft in Liquidation.

    Das wirft mehrere Fragen auf, die derzeit nicht beantwortet werden können:

    • Stammen die angeblich erbeuteten Daten aus einem aktuellen Angriff oder aus Altsystemen, die nach der Insolvenz möglicherweise nicht mehr aktiv betreut wurden?
    • Wer ist im laufenden Liquidationsverfahren überhaupt noch für IT-Sicherheit, Incident Response und mögliche Meldepflichten (Art. 33 DSGVO) verantwortlich?
    • Besteht überhaupt noch ein Ansprechpartner, der auf die Erpressung reagieren könnte?

    Gerade insolvente oder in Abwicklung befindliche Unternehmen sind für Angreifer teils leichte Ziele: Systeme laufen weiter, werden aber nicht mehr gepatcht oder überwacht – und die dort gespeicherten Kunden-, Projekt- und Personaldaten bleiben trotzdem sensibel.

    Was hätte BMI Projects in Cybersecurity investieren müssen?

    BMI Projects – Zahlen, Daten, Fakten: Sitz Hamburg, ca. 10–19 Mitarbeitende, IT-Budget-Empfehlung 3–6 % vom Umsatz, davon 20 % für IT-Sicherheit (BSI/Bitkom), Beispiel-IT-Budget 100.000–200.000 € pro Jahr, IT-Security-Budget 15.000–40.000 €, durchschnittlicher Schaden 500.000–1.500.000 € bei erfolgreichem Ransomware-Angriff
    ca. 10–19
    Mitarbeitende
    Hamburg-Rothenburgsort
    Sitz
    niedriger Mio.-Bereich
    Umsatz (Schätzung)
    HRB 143812 AG Hamburg
    Register
    IT-Gesamtbudget (3–6 % v. Umsatz)
    100.000–200.000 €
    BSI/Bitkom-Empfehlung IT-Security-Anteil
    ≥ 20 % vom IT-Budget
    Realistisches IT-Sicherheitsbudget/Jahr
    15.000–40.000 €
    Ø Schaden Ransomware KMU
    500.000–1.500.000 €+

    Empfohlene Investitionen (Beispiel-Jahresbudget)

    BereichBeispielbudget/Jahr
    Multi-Faktor-Authentifizierung (VPN, Mail, Cloud)1.500–4.000 €
    Patch- & Schwachstellen-Management2.500–6.000 €
    RDP absichern / abschalten, gehärtete Remote-Zugänge1.000–3.000 €
    Endpoint Detection & Response (EDR) für ~20 Endpoints3.000–8.000 €
    Offline-/Immutable-Backups + Restore-Tests2.500–6.000 €
    Awareness-Schulungen + simulierte Phishing-Tests1.500–4.000 €
    Netzwerk-Segmentierung (Verwaltung ≠ CAD/Konstruktion)1.500–5.000 €
    Incident-Response-Retainer / Notfallplan1.500–4.000 €
    Zur Einordnung: Bereits 15.000 bis 40.000 Euro pro Jahr würden nach gängiger Expertenmeinung ausreichen, um die häufigsten SafePay-Einfallstore (offene RDP-Zugänge, VPN ohne MFA, fehlende Angriffserkennung, ungetestete Backups) für einen Kleinbetrieb dieser Größe systematisch zu schließen. Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher Ransomware-Schaden bei mittelständischen Unternehmen von 500.000 bis 1.500.000 Euro und mehr – von Lösegeldforderungen über Betriebsunterbrechung bis zu Wiederherstellungs-, Forensik- und Rechtskosten.

    Hinweis: Alle Budget-Zahlen sind Branchenrichtwerte auf Basis von BSI-, Bitkom- und BKA-Empfehlungen. Ob und in welchem Umfang die BMI Projects GmbH tatsächlich in IT- und Cybersecurity investiert hat, ist öffentlich nicht bekannt. Diese Rechnung ist keine Schuldzuweisung, sondern eine Benchmark-Betrachtung.

    Hollywood-Darstellung: So könnte ein SafePay-Angriff ablaufen

    Hinweis zur Darstellung: Dieser Banner zeigt eine rein schematische, dramatisierte Animation und entspricht nicht den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort bei der BMI Projects GmbH. Weder die abgebildete Suite/TV-Situation, die dargestellte Technik noch die simulierten Terminal-Ausgaben sind eine Rekonstruktion des realen Vorfalls. Die Darstellung visualisiert lediglich, wie SafePay generell vorgeht: VPN/RDP ohne MFA, laterale Bewegung, Exfiltration, Verschlüsselung, Leak-Listing. Ob es bei BMI Projects überhaupt zu einem erfolgreichen Angriff kam, ist unbestätigt.
    safepay :: session · bmiprojects.de
    > nmap -Pn -p 3389,443 vpn.bmiprojects.de

    Welche Daten könnten betroffen sein?

    Bestätigt ist nichts. Bei einem Schiffsausbau-Spezialisten dieser Größe sind folgende Datenkategorien typischerweise besonders sensibel:

    Projektunterlagen & Kalkulationen
    Angebote, Aufmaße, Nachträge, interne Kostenaufstellungen zu Werft- und Refurbishment-Projekten.
    Technische Zeichnungen & Konstruktionsdaten
    CAD-Dateien, Ausbauzeichnungen, Materiallisten und Fertigungsdaten für Suiten, Bars, Lounges, Restaurants.
    Vertrags- & Kundendaten
    Verträge mit Reedereien und Werften, u. a. mutmaßlich Hapag-Lloyd Cruises und (laut Täterangabe) TUI Cruises.
    Personal-, Lieferanten- & E-Mail-Daten
    Lohn-, SVA- und Bankdaten der Beschäftigten – auch ehemaliger – sowie Lieferantenlisten und interne Kommunikation.

    Ob diese Datenkategorien im Fall der BMI Projects GmbH zutreffen, ist derzeit nicht bestätigt.

    Wer ist SafePay? Die Ransomware-Gruppe im Profil

    SafePay tauchte im Herbst 2024 auf und hat sich in Rekordzeit an die Spitze der Bedrohungslandschaft gesetzt. Anders als die meisten Banden arbeitet SafePay nicht als Ransomware-as-a-Service, sondern als geschlossene, zentral gesteuerte Gruppe mit eigenem Verschlüsselungstrojaner (Code-Überschneidungen mit dem geleakten LockBit-3.0-Quellcode).

    • Über 500 gelistete Opfer weltweit bis Juli 2026; Deutschland nach den USA zweithäufigstes Zielland.
    • Über 110 deutsche Organisationen betroffen – rund ein Fünftel aller SafePay-Veröffentlichungen.
    • Am selben Tag wie BMI Projects wurden weitere Einträge veröffentlicht, u. a. ein sozialer Träger aus Koblenz.
    • Kein RaaS: zentral gesteuert, geschlossene Gruppe, einheitliche TTPs.
    • Typischer Einstieg: ungesicherte RDP-Zugänge und VPN-Zugangsdaten ohne MFA.
    • Vom Eindringen bis zur Verschlüsselung oft weniger als 24 Stunden.
    • Double Extortion: Datenexfiltration vor Verschlüsselung, dann Leak-Site + Countdown.
    • Deaktiviert Schutzsoftware, löscht Schattenkopien/Backups, ändert teils Admin-Passwörter.
    • Zielt bevorzugt auf KMU – auch Handwerk, Bauwesen, maritime Zulieferer und soziale Träger.

    Weitere Wasacon-Analysen zu SafePay: Caritas Koblenz, KNOBEL Bau, RTN GmbH, Lebenshilfe Wohnverbund NRW, Flughafen Hahn.

    So läuft eine Doppelerpressung ab

    1. Eindringen ins Netzwerk (meist RDP/VPN ohne MFA)
    2. Ausspähen des Netzwerks und Kopieren sensibler Daten
    3. Verschlüsselung von Servern, Fachanwendungen und Arbeitsplätzen
    4. Lösegeldforderung
    5. Veröffentlichung des Unternehmensnamens auf der Leak-Seite mit Countdown
    6. Androhung der Datenveröffentlichung bei Nichtzahlung

    Selbst wer aus Backups wiederherstellen kann, bleibt erpressbar – über die gestohlenen Daten.

    Do's – Was Betroffene und KMU jetzt tun sollten

    1. Incident-Response-Team sofort aktivieren – Rollen und Entscheidungswege klären.
    2. Forensiker einschalten, bevor Systeme „aufgeräumt“ werden – Beweise sichern.
    3. Anzeige bei der ZAC des LKA Hamburg erstatten.
    4. Meldung an die Datenschutzaufsicht (HmbBfDI) binnen 72 h nach Art. 33 DSGVO.
    5. Insolvenzverwalter / Liquidator und Rechtsbeistand unverzüglich einbinden.
    6. Betroffene proaktiv und ehrlich informieren – auch (ehemalige) Mitarbeitende.
    7. Backups offline verifizieren, bevor sie eingespielt werden.
    8. Alle Zugänge zurücksetzen, MFA für VPN, RDP, E-Mail und Admin erzwingen.
    9. Kontaktstelle für Kunden, Geschäftspartner und Ex-Mitarbeitende einrichten.
    10. Lessons Learned in ein ISMS (BSI IT-Grundschutz / ISO 27001) überführen.
    11. 3-2-1-Backup-Strategie mit Air-Gap-Kopie und geübtem Restore.
    12. Netzwerksegmentierung: Verwaltung, Konstruktion/CAD und Fertigung trennen.
    13. EDR/MDR statt reinem Virenscanner – SafePay agiert in unter 24 Stunden.
    14. Altsysteme und stillgelegte Zugänge nach Insolvenz konsequent abschalten.

    Don'ts – Diese Fehler unbedingt vermeiden

    1. Nicht in Panik verfallen – ein Leak-Eintrag ist noch kein bestätigter Angriff.
    2. Nicht vorschnell Lösegeld zahlen – BSI, BKA und FBI raten ausdrücklich ab.
    3. Keinen Direktkontakt zu den Tätern ohne professionelle Verhandler/Anwalt.
    4. Vorfall nicht verschweigen oder kleinreden – Meldefristen einhalten.
    5. Systeme nicht neu aufsetzen, bevor der Einfallsweg geklärt ist.
    6. Keine Schuldzuweisungen an einzelne Mitarbeitende – Phishing-Opfer sind Symptom.
    7. Backups nie am selben Netz belassen – was online ist, wird mitverschlüsselt.
    8. Keine ungeprüften „Datenrettungs“-Angebote Dritter (oft Mittelsmänner der Täter).
    9. Leak-Daten nicht selbst herunterladen oder weiterverbreiten (§ 202d StGB).
    10. Alte VPN-/RDP-Konten ausgeschiedener Beschäftigter nicht aktiv lassen.
    11. Kein offenes RDP ins Internet – nur über VPN mit MFA.
    12. Nicht auf „uns trifft es nicht“ setzen – auch KMU und insolvente Firmen sind Ziel.
    13. IT-Sicherheit nicht als einmaliges Projekt behandeln – dauerhafter Prozess.

    Was sollten Kunden, Partner und (Ex-)Mitarbeitende jetzt tun?

    Kein Grund zur Panik – aber erhöhte Wachsamkeit:

    1. Bei angeblichen E-Mails mit BMI-Projects-Bezug Bankverbindungen und Rechnungen telefonisch verifizieren
    2. Ehemalige Beschäftigte: verdächtige Kontaktversuche mit Verweis auf Insolvenz oder Restlöhne kritisch prüfen
    3. Werften und Reedereien: interne Verteilerlisten prüfen und für Phishing sensibilisieren
    4. Keine unerwarteten Dateianhänge öffnen, insbesondere mit Bezug zu laufenden Werftprojekten
    5. Bei konkreten Hinweisen auf missbrauchte Daten Anzeige erstatten und Datenschutzaufsicht (HmbBfDI) einbinden

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Fazit

    Bestätigt ist derzeit ausschließlich: Die BMI Projects GmbH wurde am 06.07.2026 auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe SafePay gelistet, und ein Countdown läuft. Ob tatsächlich Daten entwendet wurden, welche Systeme betroffen sind und ob es zu einer Veröffentlichung kommt, ist offen – erschwert dadurch, dass sich das Unternehmen bereits in Liquidation befindet.

    Der Fall unterstreicht: Auch kleine Betriebe und Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage sind für Ransomware-Banden lohnende Ziele – teils gerade wegen der Aufsichtslücke im laufenden Verfahren. Für Reedereien, Werften und Zulieferer der maritimen Wirtschaft ist das ein Weckruf, IT-Sicherheit und Lieferketten-Absicherung mit der von BSI und Bitkom empfohlenen Priorität zu budgetieren.

    Zuletzt aktualisiert: . Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald neue verifizierbare Informationen oder eine offizielle Stellungnahme vorliegen.

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    Quellen (Auswahl)
    Ransom-DB / Ransomware.live – SafePay-Analyse 2026, Victim-Eintrag bmiprojects.de (Beobachtung 06./07.07.2026 – keine Verlinkung)
    Handelsregister Amtsgericht Hamburg (HRB 143812); North Data, Implisense, Kompass
    Unternehmenswebsite bmiprojects.de (Referenzen MS Europa, MS Europa 2)
    Check Point Research – State of Ransomware 2026
    Acronis TRU / Bitdefender / Barracuda / ThreatLocker – technische SafePay-Analysen
    BKA Cybercrime-Lagebericht 2025 / ENISA Threat Landscape 2025
    Bitkom – Wirtschaftsschutz 2025; BSI/Bitkom-Empfehlung IT-Sicherheitsanteil 20 %
    Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) – Meldepflichten Art. 33 DSGVO

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