SafePay listet die ZAUNSYSTEME Deutschland GmbH am 17.06.2026 öffentlich im Darknet – eine offizielle Stellungnahme steht noch aus.

Die nächste deutsche Firma ist auf einer Ransomware-Leakseite aufgetaucht. Diesmal trifft es die ZAUNSYSTEME Deutschland GmbH (zaunsysteme.de). Die Gruppe SafePay veröffentlichte am 17. Juni 2026 einen Eintrag im Darknet. Eine offizielle Stellungnahme liegt bislang nicht vor – ob tatsächlich Daten abgeflossen sind, ist unbestätigt.
Auf der Leak-Seite beschreiben die Angreifer das Unternehmen als deutschen Hersteller und Anbieter von Zaun-, Tor- und Perimeterschutzsystemen. Genannt werden unter anderem:
Laut SafePay sollen Daten des Unternehmens in den Besitz der Angreifer gelangt sein. Welche Daten konkret betroffen sein sollen, wurde bislang nicht veröffentlicht.
SafePay ist eine Ransomware-Gruppe, die seit 2024 öffentlich auf ihrer Darknet-Leak-Seite Opfer listet. Sie operiert nach dem klassischen Double-Extortion-Modell: Daten werden zuerst exfiltriert, anschließend werden Systeme verschlüsselt – und die Veröffentlichung der Daten als Druckmittel angedroht.
Gruppe
SafePay
Typ
Ransomware · Double-Extortion
Aktiv seit
2024
Fokus
EU/DACH-Mittelstand & KMU
ZAUNSYSTEME Deutschland GmbH is a German company specializing in the manufacture, distribution, and installation of fencing and access control solutions for residential, commercial, and industrial applications.
Die Listung auf einer Leak-Seite bedeutet nicht automatisch, dass alle Behauptungen zutreffen oder Daten bereits abgeflossen sind. Erfahrungen aus vergleichbaren SafePay-Fällen zeigen jedoch: Solche öffentlichen Drohungen sind meist die letzte Eskalationsstufe vor einer tatsächlichen Veröffentlichung.
Das Unternehmen ist seit vielen Jahren im Bereich Zaun- und Sicherheitstechnik tätig und beliefert sowohl Privatkunden als auch Gewerbe- und Industriekunden. Die Produktpalette umfasst Lösungen für Wohngebiete, Industrieanlagen, Logistikzentren, öffentliche Einrichtungen sowie sicherheitskritische Bereiche.
Gerade Unternehmen dieser Branche verfügen häufig über umfangreiche technische Dokumentationen, Projektunterlagen und Informationen über Zugangssicherungen verschiedenster Objekte.
Ein Blick in die zuletzt öffentlich verfügbare Bilanz der Georg Goerdt Zaunsysteme GmbH zeigt, dass das Unternehmen wirtschaftlich solide aufgestellt ist. Für das Geschäftsjahr 2021 wurden unter anderem ausgewiesen:
Eine offizielle Umsatzangabe wurde nicht veröffentlicht. Auf Basis der Bilanzkennzahlen, des Lagerbestands sowie branchenüblicher Margen erscheint jedoch ein Jahresumsatz von etwa 8 Millionen Euro realistisch.
Bei einem geschätzten Jahresumsatz von 8 Mio. € empfehlen Experten typischerweise ein IT-Budget zwischen 2 und 4 % des Umsatzes. Davon fließen meist 10–20 % direkt in die Cybersecurity.
Die eigentlichen Kosten entstehen meist nicht durch die technische Bereinigung allein. Typische Folgen:
Besonders kritisch wird es, wenn technische Projektunterlagen oder Informationen über Sicherheits- und Zugangssysteme betroffen sind.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels hat die ZAUNSYSTEME Deutschland GmbH den Vorfall nicht öffentlich bestätigt. Auch liegen bislang keine veröffentlichten Beispieldateien vor, anhand derer sich die Behauptungen der Angreifer unabhängig überprüfen ließen.
Die Listung auf einer Leak-Seite bedeutet zunächst nur, dass eine Ransomware-Gruppe entsprechende Behauptungen veröffentlicht hat. Ob tatsächlich Daten entwendet wurden und welches Ausmaß ein möglicher Vorfall hat, wird sich erst in den kommenden Tagen oder Wochen zeigen.
Mit der Veröffentlichung von zaunsysteme.de auf der SafePay-Leakseite rückt erneut ein deutsches Mittelstandsunternehmen in den Fokus der Cyberkriminalität. Die Branche mag auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen – doch gerade Unternehmen mit Industrie-, Logistik- und Sicherheitsbezug verfügen häufig über besonders interessante Datenbestände.
Wo heute noch der Zaun das Gelände schützt, versucht morgen vielleicht schon der Hacker darüber zu klettern.
Fest steht: Cyberkriminelle interessieren sich längst nicht mehr nur für Konzerne.
Wasacon härtet Industrie-, Logistik- und Sicherheitsunternehmen im Kreis Heinsberg gegen moderne Ransomware: EDR/XDR, Netzwerksegmentierung, immutable Backups, 24/7-Monitoring und Darknet-Beobachtung.
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Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
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