Die Ransomware-Gruppe Qilin hat nach eigenen Angaben die Unternehmensgruppe Roth Industries aus Dautphetal auf ihrer Leak-Seite gelistet. Ein erfolgreicher Cyberangriff ist aktuell nicht unabhängig bestätigt.

Die Ransomware-Gruppe Qilin hat nach eigenen Angaben die deutsche Unternehmensgruppe Roth Industries auf ihrer Leak-Seite gelistet. Ob es sich tatsächlich um einen erfolgreichen Cyberangriff handelt, ist aktuell nicht unabhängig bestätigt.
Die Veröffentlichung deutet jedoch darauf hin, dass die Angreifer behaupten, im Besitz interner Unternehmensdaten zu sein. Eine offizielle Stellungnahme von Roth Industries liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.
Roth Industries ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Dautphetal (Hessen). Die Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.400 Mitarbeiter weltweit und betreibt 27 Produktions- und Vertriebsgesellschaften. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Umsatz von rund 337,5 Millionen Euro bei etwa 1.265 Mitarbeitern genannt.
Das Portfolio reicht von Energie- und Sanitärsystemen über Umwelt- und Kunststofftechnik bis zu Verbundwerkstoffen und Hydraulik. Insbesondere technische Zeichnungen und Entwicklungsdaten besitzen hier einen erheblichen wirtschaftlichen Wert.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen keine offiziellen Informationen über den Umfang der angeblich entwendeten Daten vor. Bei Industrieunternehmen dieser Größenordnung umfassen Darknet-Leaks jedoch häufig:
Gerade CAD-Zeichnungen, Konstruktions- und Entwicklungsdaten sind für Wettbewerber und Industriespione hochinteressant – ihr Wert übersteigt oft jeden reinen Lösegeldbetrag.
Auf Basis des öffentlich genannten Umsatzes von 337.500.000 € und branchenüblicher Benchmarks für produzierendes Gewerbe lassen sich Richtwerte für ein angemessenes IT- und Cybersecurity-Budget ableiten. Diese Zahlen sind ausdrücklich Schätzungen – keine Aussage über tatsächliche Budgets von Roth Industries.
Mindestlinie – ausreichend nur für reine Basis-Hygiene.
Marktstandard für deutsches produzierendes Mittelstandsunternehmen.
Empfehlung BSI IT-Grundschutz für KRITIS-nahe Industrie.
Quelle / Methodik: Werte gemäß BSI IT-Grundschutz-Empfehlungen, ENISA-Benchmarks sowie Bitkom/PwC-Studien zu IT- und Security-Budgets im deutschen produzierenden Mittelstand. Annahmen: IT-Budget = 2–4 % des Umsatzes, Security-Anteil = 3–8 % des IT-Budgets.
Disclaimer: Sämtliche Zahlen sind ausschließlich Schätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Umsatzdaten (Geschäftsjahr 2023) und branchenüblicher Richtwerte. Sie stellen keine Aussage über die tatsächlichen IT- oder Security-Budgets von Roth Industries dar.
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
Sollte es tatsächlich zu einem Datendiebstahl gekommen sein, können die Folgekosten schnell deutlich höher ausfallen als präventive Sicherheitsinvestitionen:
Richtwerte aus IBM Cost-of-a-Data-Breach-Report 2025 (Industrie-Segment Deutschland). Tatsächliche Kosten hängen stark vom Einzelfall ab.
Die Ransomware-Gruppe Qilin (auch Agenda) zählt aktuell zu den aktivsten Cybercrime-Gruppierungen weltweit. Sie operiert nach dem klassischen Double-Extortion-Modell:
Qilin war in den vergangenen Jahren für zahlreiche Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen verantwortlich – darunter auch deutsche Mittelständler aus der Industrie.
Sollte Roth Industries eine Stellungnahme veröffentlichen oder weitere technische Details bekannt werden, wird dieser Beitrag entsprechend aktualisiert.
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Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
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