CVE-2026-35616 – kritischer Authentication Bypass im FortiClient Enterprise Management Server (EMS). CISA listet die Lücke offiziell als aktiv ausgenutzt. Weitere Datenlecks sind absehbar.

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat eine dringende Warnung für Fortinet-Kunden veröffentlicht. Grund: die kritische Lücke CVE-2026-35616 in FortiClient EMS – sie wird bereits aktiv ausgenutzt.
Die Aufnahme in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV)-Katalog bedeutet: Es handelt sich nicht um theoretische Angriffe. Reale Exploits laufen weltweit.
Im Mittelpunkt steht der FortiClient Enterprise Management Server (EMS) – die zentrale Verwaltungsplattform für Endgeräte, Richtlinien und Sicherheitskonfigurationen.
CVE-2026-35616 erlaubt eine Authentication Bypass: Angreifer können auf Funktionen zugreifen, ohne sich authentifizieren zu müssen. Im schlimmsten Fall erlangen sie administrative Rechte – und verteilen Schadsoftware automatisiert über die zentrale Endpoint-Verwaltung.
Administratoren sollten die Aktualisierung mit höchster Priorität durchführen.
Sicherheitsforscher haben dokumentierte Angriffe beobachtet, bei denen die Lücke genutzt wird, um den EKZ Infostealer zu verteilen – getarnt als legitimes Fortinet-Update.
Windows-Anmeldedaten
Browser-Passwörter
Session-Cookies
VPN-Zugangsdaten
Gespeicherte Credentials
Unternehmensdokumente
Cloud-Token (M365/AWS)
Diese Informationen reichen häufig aus, um weitere Systeme zu kompromittieren oder ganze Unternehmensnetzwerke zu übernehmen.
Mehrere dieser Schwachstellen können im schlimmsten Fall zur vollständigen Übernahme eines Systems führen.
Fortinet zählt zu den weltweit größten Anbietern für Sicherheitslösungen – Firewalls, VPN-Gateways, Endpoint-Schutz und zentrale Verwaltungsplattformen. Genau deshalb stehen diese Systeme dauerhaft im Visier professioneller Angreifer.
Die eigentliche Schutzlösung wird dadurch selbst zum Einfallstor.
Zwischen Veröffentlichung, Update-Bereitstellung und tatsächlicher Installation in Unternehmen liegen oft Tage, Wochen oder Monate. Genau dieses Fenster nutzen Cyberkriminelle aus:
Die Aufnahme von CVE-2026-35616 in den CISA-KEV-Katalog zeigt: Cyberkriminelle suchen aktiv nach ungepatchten Fortinet-Systemen. Besonders problematisch ist die enorme Zahl potenziell verwundbarer Instanzen weltweit.
Erfahrungsgemäß werden viele Unternehmen die notwendigen Updates erst verzögert einspielen – ein Zeitfenster, das Angreifer konsequent ausnutzen. Wer heute nicht patcht, könnte morgen bereits im Darknet auftauchen.
Der Hacker wartet nicht auf das Wartungsfenster. Er wartet auf den Administrator, der das Update verschiebt. 🔥
Wasacon übernimmt Patch-Management, EDR/XDR-Monitoring und 24/7-MDR für Fortinet-, Firewall- und Endpoint-Infrastruktur. Wir schließen das Zeitfenster zwischen CVE-Veröffentlichung und Angriff – automatisiert.
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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