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    CISA KEV · Aktiv ausgenutzt
    IT-Sicherheit
    CVSS 0,0 · Critical
    CVE-2026-35616

    CISA schlägt Alarm: Fortinet-Schwachstelle wird bereits aktiv angegriffen

    CVE-2026-35616 – kritischer Authentication Bypass im FortiClient Enterprise Management Server (EMS). CISA listet die Lücke offiziell als aktiv ausgenutzt. Weitere Datenlecks sind absehbar.

    19.06.2026 9 min Lesezeit Auth Bypass · EKZ Infostealer PATCH NOW
    CISA-Warnung Fortinet CVE-2026-35616 – FortiClient EMS aktiv ausgenutzt, PATCH NOW

    CISA schlägt Alarm – KEV-Eintrag bestätigt aktive Angriffe

    Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat eine dringende Warnung für Fortinet-Kunden veröffentlicht. Grund: die kritische Lücke CVE-2026-35616 in FortiClient EMS – sie wird bereits aktiv ausgenutzt.

    Die Aufnahme in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV)-Katalog bedeutet: Es handelt sich nicht um theoretische Angriffe. Reale Exploits laufen weltweit.

    Betroffenes Produkt: FortiClient EMS

    Im Mittelpunkt steht der FortiClient Enterprise Management Server (EMS) – die zentrale Verwaltungsplattform für Endgeräte, Richtlinien und Sicherheitskonfigurationen.

    CVE-2026-35616 erlaubt eine Authentication Bypass: Angreifer können auf Funktionen zugreifen, ohne sich authentifizieren zu müssen. Im schlimmsten Fall erlangen sie administrative Rechte – und verteilen Schadsoftware automatisiert über die zentrale Endpoint-Verwaltung.

    CVE-2026-35616 – Steckbrief

    CVE-IDCVE-2026-35616
    TypAuthentication Bypass
    SchweregradKritisch
    StatusCISA KEV · aktiv ausgenutzt
    ProduktFortiClient EMS
    FolgeAdmin-Rechte · Malware-Verteilung

    Welche Versionen sind betroffen?

    Verwundbar

    FortiClient EMS 7.4.x < 7.4.3
    FortiClient EMS 7.2.x < 7.2.6
    FortiClient EMS 7.0.x < 7.0.15

    Gepatcht

    FortiClient EMS 7.4.3 oder neuer
    FortiClient EMS 7.2.6 oder neuer
    FortiClient EMS 7.0.15 oder neuer

    Administratoren sollten die Aktualisierung mit höchster Priorität durchführen.

    Aktiver Angriff: EKZ Infostealer als Fake-Update

    Sicherheitsforscher haben dokumentierte Angriffe beobachtet, bei denen die Lücke genutzt wird, um den EKZ Infostealer zu verteilen – getarnt als legitimes Fortinet-Update.

    attacker@kev · forticlient-ems-bypass.sh
    $ shodan search "FortiClient EMS" → 12.847 results
    $ curl -k https://target/ems/admin/?bypass=1
    [+] Auth bypass triggered – session: ADMIN
    [+] Pushing payload as "FortiClient_Update_v7.4.4.exe"
    [!] EKZ Infostealer deployed to 487 endpoints
    # harvest credentials, cookies, tokens…
    [!] Exfiltration → C2 (encrypted)

    Was Angreifer mit dem EKZ Infostealer abgreifen

    Windows-Anmeldedaten

    Browser-Passwörter

    Session-Cookies

    VPN-Zugangsdaten

    Gespeicherte Credentials

    Unternehmensdokumente

    Cloud-Token (M365/AWS)

    Diese Informationen reichen häufig aus, um weitere Systeme zu kompromittieren oder ganze Unternehmensnetzwerke zu übernehmen.

    Weitere Fortinet-CVEs im Fokus

    FortiClient EMS

    CVE-2026-35616
    Authentication Bypass
    CVE-2026-21643
    SQL Injection

    FortiSandbox

    CVE-2026-39808
    Command Injection
    CVE-2026-39813
    Authentication Bypass
    CVE-2026-25089
    Remote Code Execution

    Mehrere dieser Schwachstellen können im schlimmsten Fall zur vollständigen Übernahme eines Systems führen.

    Warum Fortinet-Systeme ein besonders attraktives Ziel sind

    Fortinet zählt zu den weltweit größten Anbietern für Sicherheitslösungen – Firewalls, VPN-Gateways, Endpoint-Schutz und zentrale Verwaltungsplattformen. Genau deshalb stehen diese Systeme dauerhaft im Visier professioneller Angreifer.

    Netzwerkstrukturen
    Firewall-Regeln
    VPN-Konfigurationen
    Benutzerkonten
    Sicherheitsrichtlinien
    Zertifikate & Verwaltungszugänge

    Die eigentliche Schutzlösung wird dadurch selbst zum Einfallstor.

    Warum noch viele Datenlecks folgen werden

    Zwischen Veröffentlichung, Update-Bereitstellung und tatsächlicher Installation in Unternehmen liegen oft Tage, Wochen oder Monate. Genau dieses Fenster nutzen Cyberkriminelle aus:

    1. T+0hCVE wird veröffentlicht – Patch verfügbar
    2. T+2hAutomatisierte Scans starten weltweit nach verwundbaren EMS-Instanzen
    3. T+24hErste Exploit-Skripte kursieren in Underground-Foren
    4. T+72hEKZ Infostealer wird als Fake-Fortinet-Update verteilt
    5. T+TageCISA nimmt CVE in KEV-Katalog auf
    6. T+WochenDaten tauchen in Darknet-Leak-Portalen auf
    Datendiebstahl im Großstil
    Erpressungsversuche (Double Extortion)
    Ransomware-Verteilung über EMS
    Verkauf gestohlener Daten im Darknet
    Veröffentlichungen in Leak-Portalen
    Vollständige Netzwerkübernahme

    Was Administratoren jetzt tun sollten

    • Sicherheitsupdates sofort installieren (7.4.3 / 7.2.6 / 7.0.15)
    • Eingesetzte FortiClient-EMS-Version überprüfen
    • Administrator-Konten und Zugriffsprotokolle kontrollieren
    • Logdateien auf verdächtige Auth-Bypass-Anfragen prüfen
    • Passwörter, API-Keys und Zugangsdaten rotieren
    • Multifaktor-Authentifizierung erzwingen (MFA)
    • Management-Zugänge nicht aus dem Internet erreichbar
    • EDR/XDR auf Endpoints aktivieren – IoCs für EKZ Infostealer scannen

    Fazit

    Die Aufnahme von CVE-2026-35616 in den CISA-KEV-Katalog zeigt: Cyberkriminelle suchen aktiv nach ungepatchten Fortinet-Systemen. Besonders problematisch ist die enorme Zahl potenziell verwundbarer Instanzen weltweit.

    Erfahrungsgemäß werden viele Unternehmen die notwendigen Updates erst verzögert einspielen – ein Zeitfenster, das Angreifer konsequent ausnutzen. Wer heute nicht patcht, könnte morgen bereits im Darknet auftauchen.

    Unser Kommentar

    Der Hacker wartet nicht auf das Wartungsfenster. Er wartet auf den Administrator, der das Update verschiebt. 🔥

    Häufige Fragen zu CVE-2026-35616

    Patch-Management & EDR/XDR – bevor das Wartungsfenster zur Eintrittspforte wird

    Wasacon übernimmt Patch-Management, EDR/XDR-Monitoring und 24/7-MDR für Fortinet-, Firewall- und Endpoint-Infrastruktur. Wir schließen das Zeitfenster zwischen CVE-Veröffentlichung und Angriff – automatisiert.

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