Die Erpressergruppe Payload hat den deutschen Bio-Lebensmittelhersteller Tofutown auf ihrer Leak-Seite veröffentlicht und behauptet, im Besitz von rund 70 GB Unternehmensdaten zu sein. Eine unabhängige Bestätigung fehlt.

Hinweis: Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine unabhängige Bestätigung, dass tatsächlich Daten exfiltriert wurden. Die Veröffentlichung auf einer Leak-Seite stellt zunächst eine Behauptung der Täter dar. Unternehmen äußern sich häufig erst nach einer internen forensischen Untersuchung.
Tofutown gehört zu den bekanntesten Herstellern pflanzlicher Bio-Lebensmittel in Deutschland. Die Produkte werden unter eigenen Marken sowie als Handelsmarken für große Einzelhändler produziert. Seit 2024 ist das Unternehmen Teil der Vegan Food Group.

Sollten sich die Angaben der Täter bestätigen, könnten unter anderem folgende Daten enthalten sein:
Ob diese Daten tatsächlich entwendet wurden, ist derzeit nicht bestätigt.
Gerade in der Lebensmittelproduktion kann ein Cyberangriff erhebliche Auswirkungen haben – bis in die Warenlogistik hinein:
Hinzu kommen häufig hohe Kosten für externe IT-Forensiker, Rechtsberatung und Krisenkommunikation.

Cyberkriminelle greifen inzwischen längst nicht mehr nur Banken oder Großkonzerne an. Lebensmittelhersteller gelten aus mehreren Gründen als attraktive Ziele:
Genau diesen Zeitdruck versuchen Erpressergruppen wie Payload gezielt auszunutzen.
Bei einem Unternehmen mit rund 60 Mio. € Jahresumsatz empfehlen viele Sicherheitsberater Investitionen zwischen 5 und 10 Prozent des IT-Budgets für Informationssicherheit. Das entspricht für ein Unternehmen dieser Größe häufig einem jährlichen Sicherheitsbudget von ungefähr:
Je nach Digitalisierungsgrad kann dieser Betrag auch deutlich höher liegen. Typischer Baukasten:
Keine dieser Maßnahmen garantiert vollständigen Schutz – gemeinsam reduzieren sie das Risiko und die Auswirkungen eines Angriffs jedoch drastisch.
Die Veröffentlichung auf einer Leak-Seite bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche angekündigten Daten tatsächlich existieren oder veröffentlicht werden. Ransomware-Gruppen nutzen solche Einträge häufig als Druckmittel, um Unternehmen zur Zahlung eines Lösegeldes zu bewegen.
Sollte Tofutown den Vorfall bestätigen, dürfte insbesondere interessant werden,
Bis dahin gilt der Eintrag auf der Leak-Seite als Behauptung der Täter, die unabhängig überprüft werden muss.
Weitere Fälle, die Wasacon zuletzt eingeordnet hat:
Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
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Wie viel sollte Ihr Unternehmen jährlich in IT investieren?
Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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