Die Ransomware-Gruppe Medusa hat einen neuen Eintrag zu sgs-gmbh.com veröffentlicht. Angeblich seien 933 E-Mails aus dem weltweit tätigen Prüf- und Zertifizierungsunternehmen exfiltriert worden. Eine unabhängige Bestätigung fehlt.

Hinweis: Aktuell ist nicht eindeutig geklärt, ob Medusa 933 E-Mails oder 933 E-Mail-Adressen behauptet. Eine unabhängige Bestätigung steht noch aus. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir von 933 E-Mails aus.
Die SGS GmbH ist Teil der weltweit tätigen SGS-Gruppe – eines der größten Anbieter im Bereich Testing, Inspection and Certification (TIC). Das Leistungsspektrum reicht von der Warenprüfung über Laboranalysen bis hin zu komplexen Audit- und Compliance-Dienstleistungen.

Sollten die Angaben der Täter zutreffen, könnten unter anderem folgende Informationen enthalten sein:
Welche Daten tatsächlich abgeflossen sind, ist derzeit nicht bestätigt.
Für Cyberkriminelle gehören Mailpostfächer zu den wertvollsten Datenquellen überhaupt. Selbst wenn keine Passwörter enthalten sind, lassen sich aus einem einzigen Postfach oft glaubwürdige Spear-Phishing- und BEC-Kampagnen ableiten.

Ein bestätigter Datenabfluss könnte erhebliche Auswirkungen haben – insbesondere für Unternehmen mit umfangreichen Kunden- und Prüfprozessen:
Für Unternehmen dieser Größenordnung gelten Investitionen zwischen 5 und 10 Prozent des gesamten IT-Budgets als üblicher Richtwert. Bei international tätigen Prüf- und Zertifizierungsunternehmen können das schnell mehrere Millionen Euro jährlich sein.
Dazu gehören unter anderem:
Keine dieser Maßnahmen garantiert vollständigen Schutz – sie können jedoch das Risiko deutlich reduzieren und die Auswirkungen eines Angriffs begrenzen.
Der neue Eintrag zeigt erneut, dass selbst weltweit etablierte Dienstleistungsunternehmen Ziel professioneller Ransomware-Gruppen werden können. Ob es sich im vorliegenden Fall um einen bestätigten Datenabfluss oder lediglich um eine Erpressungsbehauptung handelt, muss nun durch die betroffene Organisation untersucht werden.
Bis dahin gilt: Die Angaben der Täterseite sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Sollte sich der Vorfall bestätigen, könnten insbesondere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten von einem erhöhten Risiko für gezielte Phishing- und Social-Engineering-Angriffe betroffen sein.
Weitere aktuelle Darknet-Leaks, die Wasacon eingeordnet hat:
Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
Ob MFA-Härtung, Phishing-Trainings, EDR/XDR, SOC-Anbindung oder ein sauberer Incident-Response-Plan – Wasacon bringt Ihre IT-Sicherheit auf ein Niveau, auf dem einzelne Postfach-Übernahmen kein Konzernrisiko mehr werden.
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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