Die Deutsche Bank ist auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe Unsafe aufgetaucht. Die veröffentlichten Screenshots deuten auf einen tiefen Zugriff in interne Systeme hin — inklusive eines mutmaßlich betroffenen ECM-Systems.
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Mutmaßlich betroffen: ECM- / Dokumentenmanagement-Systeme · Benutzerdatenbanken · Zugangsdaten & Passwort-Hashes · SAP-bezogene Dateien · Verarbeitungs- und Importverzeichnisse · GateKeeper-Prozesse
Die Deutsche Bank ist auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe Unsafe aufgetaucht. Nach den veröffentlichten Informationen behaupten die Angreifer, umfangreiche Daten aus der IT-Infrastruktur des Finanzinstituts erbeutet zu haben. Besonders brisant: Die veröffentlichten Screenshots deuten auf einen sehr tiefen Zugriff in interne Systeme hin.
Nach derzeitigem Stand lässt sich nicht unabhängig bestätigen, ob sämtliche Behauptungen der Angreifer zutreffen. Die gezeigten Informationen sprechen jedoch dafür, dass der Vorfall deutlich über einen einfachen Dateidiebstahl hinausgehen könnte.
Die von der Gruppe veröffentlichten Screenshots liefern ungewöhnlich detaillierte Einblicke. Zu erkennen sind unter anderem:
Besonders auffällig sind Dateinamen, welche auf umfangreiche Benutzer- und Importprozesse schließen lassen. Verschiedene Datenbanken und Benutzerdateien werden aufgelistet — das deutet auf einen erheblichen Zugriff innerhalb der Infrastruktur hin.

Aus den vorliegenden Informationen lässt sich ableiten, dass offenbar ein ECM-System (Enterprise Content Management) eingesetzt wird. Mehrere Hinweise sprechen dafür, dass es sich um die Plattform inxire ECM handeln könnte.
Die Frankfurter Softwarefirma entwickelt Enterprise-Content-Management- Lösungen für große Unternehmen und Behörden. Laut Unternehmensangaben zählen unter anderem folgende Organisationen zum Kundenkreis:

Nach Auswertung der veröffentlichten Informationen und weiterer Quellen könnten unter anderem folgende Daten abgeflossen sein:
Sollten diese Angaben zutreffen, würde es sich um einen der umfangreicheren veröffentlichten Datenbestände der vergangenen Wochen handeln.
Mehrere Punkte sprechen dafür, dass die Angreifer deutlich mehr als nur einzelne Dateien eingesehen haben könnten:
Das legt den Schluss nahe, dass sich die Angreifer über einen längeren Zeitraum innerhalb der Infrastruktur bewegt haben könnten. Ob tatsächlich Domänenadministratorrechte oder vergleichbare Berechtigungen erlangt wurden, lässt sich derzeit allerdings nicht bestätigen.
Sollten sich die Angaben bestätigen, könnten die Folgen erheblich sein:
Gerade Banken verfügen über komplexe Lieferketten und zahlreiche externe Dienstleister. Gestohlene interne Informationen können deshalb auch für Folgeangriffe genutzt werden.
Auch wenn bislang keine offizielle Aussage zum Umfang des Vorfalls vorliegt, empfiehlt sich erhöhte Aufmerksamkeit:
Der Leak wirkt aufgrund der veröffentlichten Verzeichnisstrukturen und Dateilisten deutlich umfangreicher als viele gewöhnliche Ransomware-Veröffentlichungen. Die Screenshots vermitteln den Eindruck, dass die Angreifer tiefen Einblick in produktive Systeme erhalten haben könnten.
Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt jedoch offen,
Eine offizielle Stellungnahme der Deutschen Bank sowie weitere technische Analysen werden zeigen müssen, welches tatsächliche Ausmaß der Vorfall besitzt.
Der Eintrag der Deutschen Bank auf der Leak-Seite der Gruppe Unsafe gehört zu den brisantesten Veröffentlichungen der vergangenen Wochen. Die gezeigten Screenshots lassen auf einen umfangreichen Zugriff auf interne Systeme schließen und deuten auf personenbezogene Daten, Benutzerdatenbanken sowie Inhalte eines mutmaßlich eingesetzten ECM-Systems hin.
Ob sich sämtliche Behauptungen der Täter bestätigen, ist derzeit noch offen. Sollte sich der veröffentlichte Datenbestand jedoch als authentisch erweisen, könnte es sich um einen sicherheitsrelevanten Vorfall mit erheblichen Auswirkungen für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner handeln.
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