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    IT-Sicherheit · Darknet-Leak · Salesforce · unbestätigt

    Fluke Corporation gehackt? ShinyHunters veröffentlicht angeblich über 21 Millionen Salesforce-Datensätze

    Die Cybercrime-Gruppe ShinyHunters behauptet, mehr als 21 Millionen Salesforce-Datensätze der Fluke Corporation erbeutet zu haben – laut Tätern inklusive personenbezogener Daten (PII). Eine offizielle Bestätigung liegt bislang nicht vor.

    01.07.2026 10 min Lesezeit Everett, Washington · USA
    > shiny.onion :: target=fluke.com :: status=LISTED
    Fluke Corporation im Darknet gelistet – ShinyHunters Salesforce-Leak

    Transparenzhinweis

    Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.

    Kurzfassung

    Auf der Leak-Seite von ShinyHunters wurde ein neuer Eintrag zur Fluke Corporation veröffentlicht. Laut Angaben der Täter wurden über 21 Millionen Salesforce-Datensätze entwendet, darunter personenbezogene Daten (PII). Fluke habe angeblich nicht auf Erpressungsversuche reagiert. Ob die Daten tatsächlich aus einem erfolgreichen Angriff stammen, ist nicht unabhängig verifiziert.

    Was ist passiert?

    Auf der Leak-Seite der Gruppe ShinyHunters ist ein neuer Eintrag zur Fluke Corporation aufgetaucht. Die Täter behaupten:

    • über 21 Millionen Salesforce-Datensätze entwendet
    • darunter Datensätze mit personenbezogenen Informationen (PII)
    • das Unternehmen habe nicht auf Erpressungsversuche reagiert
    Ob die Daten tatsächlich aus einem erfolgreichen Cyberangriff stammen und in welchem Umfang sie authentisch sind, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht unabhängig verifizieren.
    Fluke × ShinyHunters – simulierte Hollywood-Terminal-Animation im schwarzen Displaybereich

    Rechts im Display: simulierte ShinyHunters-Konsole – Hacking → Access Granted → Erfolg → Dateien werden im Ring-Buffer ausgeworfen.

    Wer ist die Fluke Corporation?

    Die Fluke Corporation gehört weltweit zu den bekanntesten Herstellern professioneller Mess- und Prüfgeräte. Firmensitz ist Everett, Washington (USA), Gründung 1948. Das Unternehmen ist Teil des Fortive-Konzerns und beschäftigt geschätzt 4.000–5.000 Mitarbeitende.

    Typische Produkte: digitale Multimeter, Wärmebildkameras, Netzwerkanalysegeräte, Strom- und Spannungsmessgeräte, Kalibratoren, Prozessmesstechnik sowie Lösungen für Schwingungs- und Zustandsüberwachung.

    Digitale Multimeter
    Wärmebildkameras
    Strom-/Spannungsmesser
    Kalibratoren
    Prozessmesstechnik
    Netzwerkanalyse
    Schwingungs-Monitoring
    Wartung & IH
    Industrie & FertigungElektrotechnikEnergieversorgungRechenzentrenMedizintechnikGebäudetechnikTelekommunikationWartung & Instandhaltung

    Warum Salesforce so kritisch ist

    Salesforce ist für viele Unternehmen das zentrale CRM-System. Darin liegen häufig Kundendaten, Ansprechpartner, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Verkaufschancen, Angebote, Verträge, Support-Tickets, Servicehistorien, interne Notizen, Projektinformationen und teilweise Rechnungsdaten.

    Kundendaten & Ansprechpartner
    Firmen-, Kontakt- und Positionsdaten von B2B-Käufern, technischen Einkäufern und Wartungsteams weltweit.
    Angebote, Verträge, Rechnungen
    Opportunity-, Contract- und Order-Objekte mit Preisen, Rabattstufen und Vertriebskonditionen.
    Support-Tickets & Servicehistorien
    Case-Objekte, Servicevorgänge, technische Fehlerbilder, Firmware-Stände beim Kunden.
    Interne Notizen & Projekte
    Task-, Activity- und Attachment-Objekte – häufig sensibler als das Kernstammdatum selbst.
    Integrationsdaten
    OAuth-Refresh-Tokens, Connected-App-Metadaten – Einfallstor für Folgeangriffe auf angebundene Systeme.
    PII (Personally Identifiable Information)
    Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kundennummern – der wertvolle Rohstoff für gezielte Phishing- und CEO-Fraud-Wellen.
    Sollte tatsächlich ein Salesforce-Datenbestand kompromittiert worden sein, könnte dies weitreichende Folgen für Kunden, Vertriebspartner und interne Geschäftsprozesse haben.

    Was bedeutet „PII"?

    PII steht für Personally Identifiable Information – personenbezogene Daten. Darunter fallen z. B. Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Position im Unternehmen, Kundennummer und weitere Angaben, die Personen eindeutig zugeordnet werden können.

    Ob sämtliche dieser Daten betroffen sind, ist derzeit nicht bestätigt.

    Welche Risiken könnten entstehen?

    Gezielte Phishing-Kampagnen
    CEO-Fraud / BEC-Angriffe
    Social Engineering gegen Support & Vertrieb
    Identitätsmissbrauch
    Gezielte Angriffe auf Geschäftspartner
    Missbrauch interner Vertriebsinformationen
    Reputationsschäden
    DSGVO-/CCPA-relevante Datenschutzvorfälle

    Gerade Salesforce-Daten besitzen auf dem Schwarzmarkt einen hohen Wert, weil sie häufig sehr aktuelle Kunden- und Unternehmensinformationen enthalten.

    Zahlen, Daten, Fakten – und was in IT hätte investiert werden müssen

    Internationale Empfehlungen (NIST, CISA, Gartner) sehen für Industriekonzerne häufig IT-Anteile von 4–8 % vom Umsatz und Cybersecurity-Anteile von 8–12 % vom IT-Budget vor. Für Salesforce-lastige Umgebungen mit vielen Connected Apps und großem PII-Bestand sind die oberen Werte angemessen.

    Modellrechnung · Fluke Corporation · Fortive-Tochter
    Fortive-Konzernumsatz
    0,00 Mrd USD
    Fluke-Umsatz (Schätzung)
    0,00 Mrd USD
    IT-Budget · 6 %
    0,0 Mio USD
    Cybersecurity · Ober­grenze
    0,0 Mio USD

    Rechenbasis: Fortive-Konzernumsatz ~6,5 Mrd USD/Jahr (öffentliche Berichte). Fluke veröffentlicht keine eigenständige Umsatzzahl; Branchenanalysten schätzen Fluke intern auf ~1,3 Mrd USD/Jahr. IT- und Security-Anteile abgeleitet aus Gartner-, NIST- und CISA-Benchmarks für Industrie-/Messtechnik-Konzerne.

    Bars · % vom Umsatz

    IT-Budget-Szenarien Fluke

    Basis · 4 %52,0 Mio USD/ Jahr
    Realistisch Industrie · 6 %78,0 Mio USD/ Jahr
    Solide · 8 %104,0 Mio USD/ Jahr
    Typischer IT-Anteil bei Industrie- und Messtechnik-Konzernen: 4–8 %.
    Bars · Anteil vom 6 %-IT-Budget

    Cybersecurity-Anteil am IT-Budget

    Minimum · 8 %6,2 Mio USD/ Jahr
    Solide · 10 %7,8 Mio USD/ Jahr
    Sensibel / SaaS-lastig · 12 %9,4 Mio USD/ Jahr
    Salesforce-lastige Konzerne (viele Connected Apps, viel PII) → 10–12 % sind angemessen.
    Risiko-Score · 0 (niedrig) bis 10 (kritisch)

    Salesforce-Attack-Surface – wo Fluke hätte investieren müssen

    OAuth-Refresh-Tokens (Connected Apps)9/10
    Third-Party Apps / AppExchange8/10
    API-Limits & Bulk-Export8/10
    MFA-Coverage Service-User9/10
    Data-Loss-Prevention (DLP)7/10
    Field-Level Encryption (Shield)6/10
    Session-Timeout / IP-Bindung6/10
    Audit-Logs & Anomaly Detection7/10
    ShinyHunters-Kampagnen der letzten 12 Monate zielten primär auf OAuth-Refresh-Tokens und schwach abgesicherte Connected Apps. Ein wirksamer SSPM-Stack + Salesforce Shield hätten den Datenabfluss deutlich reduziert.
    Preisrange pro Datensatz · Underground-Markt

    Wert eines Salesforce-Datensatzes im Darknet

    Kontakt / Lead
    0,05 – 0,50 USD
    Massenware. Wert entsteht durch Volumen.
    Angereichertes PII-Set
    2 – 15 USD
    Mit Titel, Direktdurchwahl, Kontext — ideal für CEO-Fraud.
    B2B-Vertriebsprofil komplett
    20 – 80 USD
    Opportunity + Verträge + Preise = direkte Wettbewerbsvorteile.
    Hochgerechnet: Bei 21 Mio Datensätzen und einem konservativen Mischpreis von 0,50 USD/Datensatz ergibt sich ein Underground- Marktwert von ca. 10 Mio USD. Für Fluke entstünde der Schaden nicht durch den Verkauf, sondern durch Phishing- und CEO-Fraud-Folgeangriffe gegen Kunden und Partner.
    Was das Security-Budget mindestens abdecken muss

    Pflicht-Bausteine für einen Salesforce-lastigen Konzern

    MFA / SSO für alle User
    Salesforce Shield
    SaaS-SSPM (AppOmni / Adaptive)
    Salesforce-Backup (Own / OwnBackup)
    Restore-Tests + Datenklassifik.
    OAuth-Token-Rotation
    Phishing-Resistente MFA
    Awareness Vertrieb/Service
    Connected-App-Audits
    DLP für CRM-Exports
    SIEM-Anbindung Salesforce
    Datenschutz / DSGVO / CCPA
    Incident-Response-Retainer
    Merksatz: Ein wirksamer Salesforce- Security-Stack (Shield + SSPM + Backup + Token-Rotation) kostet einen Bruchteil des potenziellen Folgeschadens eines einzigen bestätigten 21-Mio-Datensatz-Leaks. Diese Werte sind allgemeine Branchenrichtwerte und beziehen sich nicht auf tatsächlich veröffentlichte Zahlen der Fluke Corporation.

    Wer steckt hinter ShinyHunters?

    ShinyHunters ist eine seit Jahren aktive Cybercrime-Gruppe, bekannt für Datendiebstahl bei großen Plattformen, Cloud-Diensten und CRM-Systemen. Die Gruppe setzt in den letzten 12 Monaten zunehmend auf Salesforce-Umgebungen als Ziel – meist über OAuth-Refresh-Tokens und schwach abgesicherte Connected Apps.

    1. Schritt 1
      Token-Klau
      OAuth-Refresh-Tokens werden über Info-Stealer, Phishing oder Third-Party-Apps abgegriffen.
    2. Schritt 2
      Reconnaissance
      Salesforce-Metadata-API wird gequeryt: Objekte, Felder, Berechtigungen.
    3. Schritt 3
      Bulk-Export
      Millionen Datensätze werden über /services/data/*/query und Bulk-API gestreamt.
    4. Schritt 4
      Erpressung
      Kontakt zum Unternehmen mit Frist, Preis in Kryptowährung, Sample-Files.
    5. Schritt 5
      Publikation
      Bei Nichtreaktion: Listung auf Leak-Seite und Weitergabe/Verkauf in Untergrundforen.
    Ob dieser Ablauf im Fall Fluke tatsächlich stattgefunden hat, ist derzeit nicht bekannt.

    Was Kunden & Partner jetzt tun sollten

    Auch ohne Bestätigung gilt: Vorsicht bei allem, was mit Fluke-Kommunikation zu tun hat – ohne in Panik zu verfallen.

    • Ungewöhnliche E-Mails im Namen von Fluke oder Fluke-Partnern kritisch prüfen (Phishing)
    • Keine Login-Daten oder MFA-Codes per Mail eingeben
    • Mehr-Faktor-Authentifizierung überall aktivieren (phishing-resistent)
    • Passwörter ändern, wenn dieselben Zugangsdaten mehrfach genutzt wurden
    • Rechnungs- und Kontowechsel-Aufforderungen telefonisch gegen bekannte Nummern verifizieren
    • Auf offizielle Stellungnahmen von Fluke / Fortive achten

    Wasacon-Einordnung

    Aktuell handelt es sich um eine Behauptung der Ransomware-/Leak-Gruppe ShinyHunters. Ob tatsächlich ein erfolgreicher Angriff stattgefunden hat, welche Daten betroffen sind und ob die behaupteten 21 Millionen Salesforce-Datensätze authentisch sind, konnte bislang nicht unabhängig bestätigt werden.

    Sollte sich der Vorfall bestätigen, wäre dies aufgrund der Größe des Datensatzes einer der bedeutenderen Salesforce-bezogenen Datenvorfälle der letzten Zeit – mit potenziellen Auswirkungen auf Kunden, Geschäftspartner und interne Vertriebsprozesse weltweit.

    Häufige Fragen

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    Quellen
    ShinyHunters-Leak-Seite (Beobachtung – keine Verlinkung)
    Öffentliche Fortive-Geschäftsberichte, allgemeine Fluke-Unternehmensangaben

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    Transparenzhinweis

    Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.

    Haftungsausschluss: Die auf Wasacon bereitgestellten Inhalte dienen nur zu Informationszwecken. Wir garantieren nicht die Qualität, Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen aus Drittquellen.

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    Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.

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    Bekannt aus

    Wasa Consult, Data Recovery Service, Heinsberg, Nordrhein-Westfalen