Die Cybercrime-Gruppe ShinyHunters behauptet, mehr als 21 Millionen Salesforce-Datensätze der Fluke Corporation erbeutet zu haben – laut Tätern inklusive personenbezogener Daten (PII). Eine offizielle Bestätigung liegt bislang nicht vor.

Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
Auf der Leak-Seite von ShinyHunters wurde ein neuer Eintrag zur Fluke Corporation veröffentlicht. Laut Angaben der Täter wurden über 21 Millionen Salesforce-Datensätze entwendet, darunter personenbezogene Daten (PII). Fluke habe angeblich nicht auf Erpressungsversuche reagiert. Ob die Daten tatsächlich aus einem erfolgreichen Angriff stammen, ist nicht unabhängig verifiziert.
Auf der Leak-Seite der Gruppe ShinyHunters ist ein neuer Eintrag zur Fluke Corporation aufgetaucht. Die Täter behaupten:

Rechts im Display: simulierte ShinyHunters-Konsole – Hacking → Access Granted → Erfolg → Dateien werden im Ring-Buffer ausgeworfen.
Die Fluke Corporation gehört weltweit zu den bekanntesten Herstellern professioneller Mess- und Prüfgeräte. Firmensitz ist Everett, Washington (USA), Gründung 1948. Das Unternehmen ist Teil des Fortive-Konzerns und beschäftigt geschätzt 4.000–5.000 Mitarbeitende.
Typische Produkte: digitale Multimeter, Wärmebildkameras, Netzwerkanalysegeräte, Strom- und Spannungsmessgeräte, Kalibratoren, Prozessmesstechnik sowie Lösungen für Schwingungs- und Zustandsüberwachung.
Salesforce ist für viele Unternehmen das zentrale CRM-System. Darin liegen häufig Kundendaten, Ansprechpartner, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Verkaufschancen, Angebote, Verträge, Support-Tickets, Servicehistorien, interne Notizen, Projektinformationen und teilweise Rechnungsdaten.
PII steht für Personally Identifiable Information – personenbezogene Daten. Darunter fallen z. B. Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Position im Unternehmen, Kundennummer und weitere Angaben, die Personen eindeutig zugeordnet werden können.
Ob sämtliche dieser Daten betroffen sind, ist derzeit nicht bestätigt.
Gerade Salesforce-Daten besitzen auf dem Schwarzmarkt einen hohen Wert, weil sie häufig sehr aktuelle Kunden- und Unternehmensinformationen enthalten.
Internationale Empfehlungen (NIST, CISA, Gartner) sehen für Industriekonzerne häufig IT-Anteile von 4–8 % vom Umsatz und Cybersecurity-Anteile von 8–12 % vom IT-Budget vor. Für Salesforce-lastige Umgebungen mit vielen Connected Apps und großem PII-Bestand sind die oberen Werte angemessen.
Rechenbasis: Fortive-Konzernumsatz ~6,5 Mrd USD/Jahr (öffentliche Berichte). Fluke veröffentlicht keine eigenständige Umsatzzahl; Branchenanalysten schätzen Fluke intern auf ~1,3 Mrd USD/Jahr. IT- und Security-Anteile abgeleitet aus Gartner-, NIST- und CISA-Benchmarks für Industrie-/Messtechnik-Konzerne.
ShinyHunters ist eine seit Jahren aktive Cybercrime-Gruppe, bekannt für Datendiebstahl bei großen Plattformen, Cloud-Diensten und CRM-Systemen. Die Gruppe setzt in den letzten 12 Monaten zunehmend auf Salesforce-Umgebungen als Ziel – meist über OAuth-Refresh-Tokens und schwach abgesicherte Connected Apps.
Auch ohne Bestätigung gilt: Vorsicht bei allem, was mit Fluke-Kommunikation zu tun hat – ohne in Panik zu verfallen.
Aktuell handelt es sich um eine Behauptung der Ransomware-/Leak-Gruppe ShinyHunters. Ob tatsächlich ein erfolgreicher Angriff stattgefunden hat, welche Daten betroffen sind und ob die behaupteten 21 Millionen Salesforce-Datensätze authentisch sind, konnte bislang nicht unabhängig bestätigt werden.
Sollte sich der Vorfall bestätigen, wäre dies aufgrund der Größe des Datensatzes einer der bedeutenderen Salesforce-bezogenen Datenvorfälle der letzten Zeit – mit potenziellen Auswirkungen auf Kunden, Geschäftspartner und interne Vertriebsprozesse weltweit.
Weitere Fälle mit ShinyHunters und massenhaftem Datendiebstahl aus Cloud-Systemen.
Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
Haftungsausschluss: Die auf Wasacon bereitgestellten Inhalte dienen nur zu Informationszwecken. Wir garantieren nicht die Qualität, Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen aus Drittquellen.
0 Beiträge
Wie viel sollte Ihr Unternehmen jährlich in IT investieren?
Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
IT-SicherheitSeit dem 9. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe Qilin die pm-energy GmbH aus Reesdorf (Schleswig-Holstein) auf ihrer Leak-Seite. Was belegt ist, was Täterbehauptung bleibt – und warum Photovoltaik-Projektdaten besonders sensibel sind.
IT-SicherheitSeit dem 8. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe Qilin die Clausing GmbH Tiefbauunternehmen aus Osnabrück auf ihrer Darknet-Leak-Seite. Was belegt ist, was Täterbehauptung bleibt – und warum die digitalisierten Bauprozesse den Fall brisant machen.
IT-SicherheitSeit dem 7. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe The Gentlemen die Münchner INKA Group GmbH & Co. KG als mutmaßliches Opfer. Register- und Konzerndaten zeigen ein verzweigtes Immobiliennetz – bis hin zur Hasen-Immobilien AG mit 230,5 Mio. € Bilanzsumme.
Wir prüfen Ihre Domain kostenlos gegen bekannte Infostealer- und Leak-Datenbanken – vertraulich und unverbindlich.