Eine neue Welle von Social-Engineering-Angriffen nutzt vertraute Kommunikationswege. Das Tool ist sicher – ausgenutzt wird das Vertrauen der Mitarbeiter.

Eine Angreifergruppe namens UNC6692 gibt sich als IT-Helpdesk aus und kontaktiert Mitarbeiter über Microsoft Teams. Ziel: Remote-Zugriff oder Zugangsdaten. Microsoft Teams ist dabei nicht unsicher – missbraucht wird das Vertrauen in vertraute Plattformen.
Die Angreifergruppe UNC6692 tritt seit kurzem verstärkt in Erscheinung. Statt klassische Phishing-Mails zu verschicken, kontaktieren die Täter ihre Opfer direkt dort, wo sie ohnehin den ganzen Tag arbeiten: in Microsoft Teams.
Die Masche: Eine Nachricht von einem vermeintlichen IT-Support-Mitarbeiter, oft mit klangvollem Namen und seriösem Profilbild. Es geht angeblich um einen „Sicherheitsvorfall", einen „kompromittierten Account" oder ein „dringendes Update". Das Ziel ist immer dasselbe – die Übernahme des Mitarbeiterkontos: entweder durch Installation einer Remote-Software oder durch direkte Abfrage von Passwort und MFA-Code.
MITRE ATT&CK: T1566.003 (Phishing: Spearphishing via Service), T1656 (Impersonation), T1078 (Valid Accounts)
UNC6692 nutzt gezielt Plattformen, die in Unternehmen alltäglich sind. Der Ablauf folgt einem klaren Muster:
Die Täter melden sich aktiv per Chat – häufig getarnt als 'IT-Support' oder 'Service Desk'.
Das Profil wirkt seriös: Klarname, Unternehmensbezug, professionelles Foto. Vertrauen entsteht in Sekunden.
'Ihr Account ist kompromittiert', 'dringender Sicherheitsvorfall' – die Opfer sollen reflexhaft reagieren statt zu prüfen.
Ziel ist die Übernahme: Installation einer Remote-Software oder direkte Abfrage von Passwort und MFA-Code.
Der Angriff funktioniert, weil das Tool vertraut ist – nicht weil es unsicher ist.
Es gibt keine Hinweise auf eine Sicherheitslücke in Microsoft Teams. Die Plattform wird lediglich als Bühne für Social Engineering missbraucht – ähnlich wie zuvor E-Mail, SMS oder Telefon.
Viele Mitarbeiter denken automatisch: „Eine Nachricht in Teams = intern = sicher." Genau dieses Reflex-Vertrauen nutzen die Angreifer aus.
Vertrauen wird zur Schwachstelle.
Während E-Mails inzwischen mit Misstrauen geöffnet werden, gilt der Teams-Chat in vielen Köpfen als geschützter Raum. Das macht die Methode besonders effektiv – und besonders schwer zu erkennen, wenn keine klaren Verifizierungsregeln existieren.
Jede IT-Anfrage über Chat wird per Telefon oder Ticketsystem gegengeprüft – ohne Ausnahme.
IT-Support meldet sich nie spontan per Teams. Diese Regel muss bekannt und verbindlich sein.
Kein legitimer Mitarbeiter wird je nach Passwörtern oder Einmalcodes fragen – egal über welches Tool.
EDR/XDR und Identity-Monitoring erkennen ungewöhnliche Anmeldungen und externe Teams-Kontakte frühzeitig.
Technik allein stoppt UNC6692 nicht – aber sie macht den Unterschied zwischen „unbemerkt übernommen" und „rechtzeitig gestoppt". Wir empfehlen eine Kombination aus klaren Prozessen und intelligenter Detection:
Vertrauen ist kein Sicherheitskonzept. Klare Regeln und sichtbare Aktivitäten sind es.
Wasacon unterstützt Unternehmen in Erkelenz (41812), Wegberg, Wassenberg, Hückelhoven, Aachen, Mönchengladbach, Geilenkirchen, Jülich, Düren und Krefeld bei der Absicherung gegen Social-Engineering-Angriffe – von der Konfiguration von Microsoft Teams über EDR/XDR-Implementierung bis hin zu Mitarbeiterschulungen.
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Wer hinter modernen Angriffen steckt – und wie sie vorgehen:
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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