Synology hat mehrere kritische Sicherheitslücken im MailPlus Server geschlossen. Im schlimmsten Fall können Angreifer ohne gültige Zugangsdaten auf den Mailserver zugreifen oder Schadcode ausführen. Der höchste Schweregrad liegt bei CVSS 10.0.

CVSS 10.0 ist der höchstmögliche Wert im Common Vulnerability Scoring System. Betroffen sind vor allem Unternehmen, Behörden und Organisationen, die ihren eigenen Mailserver auf einer Synology-NAS betreiben.
MailPlus Server ist Synologys E-Mail-Serverlösung für eigene Mailpostfächer auf DSM-basierten NAS-Systemen. Entdecken Angreifer hier Schwachstellen, ist das Risiko erheblich größer als bei vielen anderen Anwendungen: Ein kompromittierter Mailserver ist praktisch gleichbedeutend mit einem Blick in die zentralen Nervenbahnen eines Unternehmens.
Ein erfolgreicher Angriff auf einen anfälligen MailPlus-Server kann unter anderem dazu führen, dass:
Betroffen sind ausschließlich Synology-Systeme, auf denen MailPlus Server installiert und aktiv genutzt wird. Wer seine Synology-NAS lediglich als Datenspeicher oder Backup-System verwendet und keinen eigenen Mailserver betreibt, ist von diesen konkreten Sicherheitslücken in der Regel nicht direkt betroffen.
Trotzdem gilt: DSM sollte grundsätzlich immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden — auch dann, wenn kein MailPlus im Einsatz ist.

Ein Mailserver gehört zu den wertvollsten Systemen eines Unternehmens. Dort befinden sich häufig:
Wer einen Mailserver übernimmt, erhält oft einen tiefen Einblick in nahezu sämtliche Geschäftsprozesse — von Verträgen über Rechnungsstellung bis hin zu Passwort-Resets anderer Dienste.

Synology hat bereits Sicherheitsupdates veröffentlicht. Die Entwickler versichern, die Sicherheitsprobleme in MailPlus Server 4.0.1-21663 für DSM 7.2.1, 7.2.2 und 7.3 gelöst zu haben. Administratoren sollten umgehend die folgenden Schritte durchgehen:
Je länger ein ungepatchtes System online bleibt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit automatisierter Angriffe.
Cyberkriminelle analysieren veröffentlichte Sicherheitsupdates häufig innerhalb weniger Stunden. Sobald bekannt ist, welche Schwachstelle geschlossen wurde, entwickeln viele Gruppen automatisierte Exploits, die das Internet nach verwundbaren Systemen durchsuchen.
Gerade öffentlich erreichbare Mailserver stehen deshalb oft innerhalb kurzer Zeit im Fokus automatisierter Angriffe — unabhängig davon, wie klein oder unbekannt das eigene Unternehmen ist.
Hinweis: Patchen auf eigene Gefahr
Die hier gezeigten Befehle und Konfigurationen werden auf eigenes Risiko ausgeführt. Ein falscher Befehl kann Systeme destabilisieren, Daten beschädigen oder Dienste unerreichbar machen. Wenn ihr unsicher seid, was ihr tut, kontaktiert lieber einen erfahrenen Administrator oder unsere Wasacon-Experten – wir helfen schnell und professionell.
Die aktuellen Schwachstellen im Synology MailPlus Server gehören zu den schwerwiegendsten Sicherheitsproblemen der vergangenen Monate. Auch wenn bislang keine großflächige Ausnutzung bekannt geworden ist, sollten Betreiber keine Zeit verlieren.
Wer einen eigenen Mailserver betreibt, sollte Sicherheitsupdates grundsätzlich unmittelbar nach Veröffentlichung installieren. E-Mail-Systeme gehören zu den wichtigsten Bestandteilen der Unternehmens-IT — und gleichzeitig zu den beliebtesten Zielen professioneller Angreifer. Ein zeitnahes Update reduziert das Risiko erheblich und schützt sensible Unternehmenskommunikation vor unbefugtem Zugriff.
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Ähnlich gelagerte Fälle, die Wasacon zuletzt analysiert hat:
Wasacon härtet Mailserver, NAS und DSM-Umgebungen: automatisiertes Patch-Management, EDR/XDR, MFA, Offline-Backups und 24/7-Monitoring — damit CVSS 10.0 nicht zum Ernstfall wird.
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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