15 Schwachstellen im Mai-Patchday – zwei davon ermöglichen unbefugte Anmeldung und SQL-Injection

SAP hat im Mai-Patchday 15 Sicherheitsupdates veröffentlicht. Zwei Schwachstellen sind kritisch und ermöglichen unter Umständen eine unbefugte Anmeldung sowie SQL-Injection auf Unternehmenssysteme. Betroffen sind zentrale SAP-Komponenten in Finanz-, HR-, Produktions- und Logistikprozessen.
Der aktuelle Patchday sorgt erneut für Alarm in vielen IT-Abteilungen. Besonders brisant: Zwei der Lücken gelten als kritisch und ermöglichen Angreifern unter Umständen eine unbefugte Anmeldung oder sogar SQL-Injection-Angriffe auf Unternehmenssysteme.
Betroffen sind erneut zentrale SAP-Komponenten, die in vielen Unternehmen tief in Produktions-, Finanz-, Personal- und Logistikprozesse integriert sind. Genau deshalb gelten erfolgreiche Angriffe auf SAP-Systeme als besonders gefährlich: Wer hier Zugriff erhält, landet oft direkt im Herzstück des Unternehmens.
Viele Unternehmen behandeln SAP immer noch wie eine „interne Business-Anwendung". In Wahrheit sind SAP-Landschaften heute jedoch hochkritische Infrastrukturen mit Zugriff auf:
Gerade weil SAP-Systeme oft historisch gewachsen sind, entstehen komplexe Landschaften mit alten Schnittstellen, veralteten Berechtigungen und extern erreichbaren Komponenten. Wenn kritische Schwachstellen dort auftauchen, wird aus einem normalen Patchday schnell ein akutes Sicherheitsproblem.
Angreifer können sich an betroffenen Systemen anmelden, ohne die regulären Authentifizierungsmechanismen zu durchlaufen.
Angreifer manipulieren Datenbankabfragen, lesen Daten aus, verändern Datensätze oder bereiten weitere Zugriffe vor.
Besonders problematisch: Viele SAP-Systeme laufen in hybriden Umgebungen mit Cloud-Anbindungen, externen Dienstleistern oder VPN-Zugängen. Dadurch reicht oft bereits ein einzelner kompromittierter Zugangspunkt, um sich seitlich durch Unternehmensnetzwerke zu bewegen.
In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Probleme:
⚠️ Genau dieses Zeitfenster nutzen Angreifer aus. Cyberkriminelle beobachten Patchdays inzwischen nahezu in Echtzeit. Sobald Hersteller kritische Schwachstellen veröffentlichen, beginnt weltweit automatisiertes Scanning nach verwundbaren Systemen.
SAP-Systeme sind keine gewöhnlichen Anwendungen. Ein erfolgreicher Angriff kann massive Folgen haben:
Produktionsstillstand
Datenabfluss
Manipulation von Geschäftsprozessen
Erpressung durch Ransomware
Compliance- und DSGVO-Probleme
Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern
Besonders gefährlich wird es, wenn SAP-Systeme direkt oder indirekt aus dem Internet erreichbar sind.
Gerade SAP-Umgebungen benötigen heute ein aktives Monitoring – nicht nur klassische Firewalls.
Der aktuelle SAP-Patchday zeigt erneut, wie attraktiv Unternehmenssoftware für Angreifer geworden ist. Während viele Firmen noch testen und planen, suchen automatisierte Systeme bereits nach verwundbaren Instanzen.
Wer kritische Business-Systeme wie SAP betreibt, muss Sicherheitsupdates heute als Teil der operativen Unternehmenssicherheit verstehen – nicht als optionales Wartungsthema.
Denn moderne Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur „die IT". Sie treffen Produktion, Finanzen, Lieferketten und den gesamten Geschäftsbetrieb.
Quelle: heise online – „SAP-Patchday: Kritische Sicherheitslücken erlauben unbefugte Anmeldung".
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Wie Angreifer ungepatchte Business-Systeme automatisiert ausnutzen – und wie Unternehmen sich wappnen:
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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