Die Lauterbach Speditions GmbH (Berg, Bayern) wurde am 02.06.2026 auf einer Darknet-Leak-Seite im Kontext des Logistiknetzwerks LCnet.eu genannt. Eine offizielle Bestätigung eines tatsächlichen Datenabflusses liegt nicht vor. Kunden und Partner sollten dennoch jetzt MFA prüfen, Phishing-Wachsamkeit erhöhen und ungewöhnliche Mails kritisch verifizieren.
Darknet-Listing trifft europäisches Logistiknetzwerk
Die Lauterbach Speditions GmbH aus Berg in Bayern ist auf einer bekannten Leak-Seite im Darknet aufgetaucht. Die verantwortlichen Angreifer behaupten, Zugriff auf Informationen rund um das europäische Logistiknetzwerk LCnet.eu erlangt zu haben. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine öffentliche Bestätigung des Unternehmens zu den Vorwürfen.
Wer ist die Lauterbach Speditions GmbH?
Die Lauterbach Speditions GmbH hat ihren Sitz in Berg (Bayern) und ist Teil des europäischen Logistikverbunds LCnet. Das Netzwerk verbindet mehrere Speditions- und Logistikunternehmen in Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern.
Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören unter anderem:
Gerade Unternehmen dieser Branche verarbeiten täglich große Mengen sensibler Daten – darunter Kundeninformationen, Lieferdokumente, Zollunterlagen, Frachtpapiere, Rechnungen und interne Kommunikation.
Was behaupten die Angreifer?
Der Darknet-Eintrag verweist direkt auf das Netzwerk LCnet.eu und beschreibt die Organisation detailliert. Dabei nennen die Täter verschiedene Mitgliedsunternehmen sowie deren internationale Aktivitäten.
Welche Daten konkret entwendet worden sein sollen, geht aus dem veröffentlichten Teaser nicht eindeutig hervor. Typischerweise veröffentlichen Ransomware-Gruppen zunächst nur eine Unternehmensbeschreibung, bevor sie weitere Beweise oder Datenauszüge präsentieren.
Sollten die Behauptungen zutreffen, könnten unter anderem betroffen sein:
Wer steckt dahinter? SafePay-Ransomware
Hinter dem Darknet-Listing der Lauterbach Speditions GmbH steht nach aktuellem Stand die Ransomware-Gruppe SafePay. Die Gruppe ist seit September 2024 aktiv und operiert – ungewöhnlich für das aktuelle RaaS-Ökosystem – fast vollständig intern, ohne klassisches Affiliate-Programm. Bereits Anfang 2025 sorgte SafePay durch den Angriff auf das britische Telematik- und Logistik-Unternehmen Microlise für Schlagzeilen, bei dem die Gruppe nach eigenen Angaben rund 1,2 TB Daten exfiltriert hatte.
Top-5 betroffene Länder
Original SafePay-Ransom-Note (Auszug)
Diese Nachricht erhalten Opfer typischerweise nach einer SafePay-Verschlüsselung. Wir veröffentlichen sie zur Sensibilisierung – Onion-Adressen und Kontakt-IDs werden nicht angeklickt oder verlinkt.
Greetings! Your corporate network was attacked by SafePay team.
Your IT specialists made a number of mistakes in setting up the security
of your corporate network, so we were able to spend quite a long period
of time in it and compromise you.
It was the misconfiguration of your network that allowed our experts to
attack you, so treat this situation as simply as a paid training for your
system administrators.
We have spent a lot of time studying your business, your accounting and
internal documentation, so now we know exactly what kind of data is
stored on your servers.
All your important files have been encrypted with a strong algorithm and
copies have been uploaded to our private storage. If you do not contact
us within 10 days, the data will be published on our blog. After
publication, we will give an additional 3 days countdown before public
download links go live.
To restore your data and prevent publication you must:
1) Download Tor Browser: https://www.torproject.org/
2) Open our chat portal: http://[onion-address].onion
3) Log in with ID: [snip]
4) Contact us – we will reply as soon as possible and explain
everything in more detail.
Our blog (data leak site):
http://[onion-address-1].onion
http://[onion-address-2].onion
Our TON blog:
tonsite://safepay.ton
You can also connect through your Telegram account.
— SafePay teamSo liest man eine SafePay-Note
Warum sind Logistikunternehmen ein beliebtes Ziel?
Die Logistikbranche gehört seit Jahren zu den bevorzugten Zielen von Cyberkriminellen. Der Grund: Ein erfolgreicher Angriff kann nicht nur ein einzelnes Unternehmen treffen, sondern ganze Lieferketten beeinträchtigen.
Besonders interessant für Angreifer sind:
Durch die hohe Vernetzung zwischen Speditionen, Kunden, Subunternehmern und internationalen Partnern können Angreifer oft große Mengen wertvoller Informationen erbeuten.
Mögliche Auswirkungen
Sollte sich der Vorfall bestätigen, könnten die Folgen weit über einen reinen Datenverlust hinausgehen:
Was Kunden, Partner & Spediteure jetzt prüfen sollten
Mindeststandard 2026 für Speditionen & Logistik
Wasacon-Fazit: Logistik bleibt im Fadenkreuz
Der Eintrag auf der Leak-Seite zeigt, dass die Lauterbach Speditions GmbH beziehungsweise das Netzwerk LCnet aktuell im Fokus von Cyberkriminellen steht. Ob tatsächlich Daten abgeflossen sind und welcher Umfang betroffen sein könnte, ist derzeit noch unklar.
Für Kunden, Geschäftspartner und beteiligte Unternehmen empfiehlt sich erhöhte Aufmerksamkeit. Insbesondere ungewöhnliche E-Mails, Login-Anfragen oder Aufforderungen zur Datenübermittlung sollten kritisch geprüft werden, bis weitere Informationen vorliegen. Wer als Spediteur, Verlader oder Plattform-Partner mit LCnet-Mitgliedern arbeitet, sollte EDI-Schnittstellen, Bankverbindungs-Änderungen und neue Logins der letzten 30 Tage gezielt auditieren.
Häufige Fragen
Wasacon in Ihrer Region
EDR/XDR, Darknet-Monitoring und Sicherheitsanalysen für Speditionen und Logistik-Mittelständler im Kreis Heinsberg und Umgebung.




