Die Hellmold & Plank GmbH & Co. KG aus Gießen (Hessen), ein traditionsreiches Logistik- und Speditionsunternehmen mit über 120 Jahren Firmengeschichte, wurde am 27.06.2026 auf einer Darknet-Leak-Seite gelistet. Inzwischen hat das Unternehmen den Vorfall offiziell bestätigt: Laut Statement erfolgte der Cyberangriff auf die IT-Systeme in der Nacht zum 19.06.2026. Betroffene Systeme wurden isoliert, externe Forensiker hinzugezogen und Behörden informiert.
Unternehmen bestätigt Cyberangriff in der Nacht zum 19.06.2026
Hellmold & Plank hat auf der eigenen Website eine Information zum Cyberangriff veröffentlicht. Hier das Statement im Wortlaut:
„Am 19.06.2026 haben wir einen Cyberangriff auf unsere IT-Systeme festgestellt. Nach aktuellem Kenntnisstand erfolgte der Angriff in der Nacht zum 19.06.2026."
„Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden umfassende Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Die betroffenen Systeme wurden isoliert, externe IT-Sicherheits- und Forensikexperten hinzugezogen sowie die zuständigen Behörden informiert."
„Die Untersuchungen dauern derzeit noch an. Aktuell liegen keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, dass personenbezogene Daten unbefugt abgeflossen oder veröffentlicht wurden. Da dies zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, informieren wir vorsorglich alle betroffenen Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter."
Hellmold & Plank empfiehlt allen Betroffenen:
- Bei E-Mails, Anrufen oder Nachrichten mit Bezug zum Unternehmen besonders aufmerksam sein
- Zahlungsaufforderungen sorgfältig prüfen
- Änderungen von Bankverbindungen grundsätzlich über einen bereits bekannten Kommunikationsweg bestätigen lassen
„Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir die betroffenen Personen unverzüglich informieren."
Hellmold & Plank auf Darknet-Leak-Seite aufgetaucht
Bereits vor dem offiziellen Statement war die Hellmold & Plank GmbH & Co. KG aus Gießen (Hessen) auf einer bekannten Darknet-Leak-Seite einer Ransomware-Gruppe veröffentlicht worden. Das Unternehmen ist ein traditionsreiches Logistik- und Speditionsunternehmen mit über 120 Jahren Firmengeschichte.
Was ist bekannt?
Die Leak-Seite nennt folgende Details:
- Unternehmen: Hellmold & Plank GmbH & Co. KG
- Sitz: Gießen, Hessen
- Veröffentlichung: 27.06.2026
- Countdown bis zur angeblichen Veröffentlichung: ca. 3 Tage
Die Täter beschreiben das Unternehmen ausführlich und behaupten, interne Daten zu besitzen. Bislang hat Hellmold & Plank öffentlich noch keine Stellungnahme veröffentlicht.
Wer ist Hellmold & Plank?
Hellmold & Plank gehört zu den traditionsreichen deutschen Logistikunternehmen. Das Unternehmen wurde bereits 1904 gegründet und bietet unter anderem:
Gerade in der Logistik entstehen täglich enorme Mengen sensibler Unternehmensdaten – von Kundenstammdaten über Frachtpapiere bis hin zu Lieferketten und Lagerbeständen.
Welche Daten könnten betroffen sein?
Sollte der Angriff echt sein, könnten unter anderem folgende Informationen Bestandteil eines Datenlecks sein:
Ob tatsächlich einer oder mehrere dieser Bereiche betroffen sind, ist derzeit nicht bestätigt.
Warum sind Logistikunternehmen attraktive Ziele?
Logistikunternehmen sind ein wichtiger Bestandteil der Lieferketten. Ein erfolgreicher Cyberangriff kann Auswirkungen auf Liefertermine, Produktionsketten, Warenströme, Kundenkommunikation und Lagerverwaltung haben. Schon wenige Stunden Ausfall können hohe wirtschaftliche Schäden verursachen.
Welche Folgen könnte ein erfolgreicher Angriff haben?
Systemausfall stoppt Disposition, Lager und Versand.
Kunden verlieren Vertrauen, Vertragsstrafen drohen.
Meldepflicht nach DSGVO bei personenbezogenen Daten.
Reputationsschäden bei Kunden und Partnern.
Forensik, Recovery, Rechtsberatung und IT-Härtung.
Ransomware-Gruppen fordern Lösegeld für Daten.
Was sollten Kunden jetzt tun?
Aktuell besteht kein Grund zur Panik. Dennoch empfiehlt es sich:
Empfehlungen für Unternehmen
Unabhängig vom aktuellen Vorfall zeigen solche Veröffentlichungen erneut, wie wichtig moderne Cybersecurity ist.
Unsere Einschätzung
Ob es tatsächlich zu einem erfolgreichen Datendiebstahl gekommen ist, lässt sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Die Aufnahme auf einer Darknet-Leak-Seite ist jedoch häufig ein ernstzunehmendes Warnsignal und Teil der Erpressungsstrategie vieler Ransomware-Gruppen. Erst eine offizielle Stellungnahme oder weitere technische Erkenntnisse werden zeigen, ob und in welchem Umfang Daten kompromittiert wurden.
Bis dahin gilt: Ruhe bewahren, Informationen kritisch prüfen und offizielle Mitteilungen des Unternehmens abwarten.
Häufige Fragen
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