Jetzt patchen! Angriffe auf WordPress-Websites mit Gravity SMTP laufen bereits
CVE-2026-4020: Eine ungeschützte REST-API im beliebten E-Mail-Plugin Gravity SMTP gibt Angreifern den vollständigen Bauplan Ihrer Website – ohne Anmeldung. Hunderte IP-Adressen scannen bereits automatisiert.

WordPress-Administratoren sollten jetzt handeln: Es gibt aktive Angriffe auf Websites, die das beliebte E-Mail-Plugin Gravity SMTP einsetzen. Die Schwachstelle erlaubt es Angreifern, ohne Anmeldung umfangreiche Informationen über die Zielumgebung auszulesen – die perfekte Grundlage für gezielte Folgeangriffe.
Was ist passiert?
Betroffen ist das WordPress-Plugin Gravity SMTP, das für den Versand von E-Mails über externe SMTP-Dienste eingesetzt wird. Die Schwachstelle CVE-2026-4020 erlaubt es Angreifern, über eine ungeschützte REST-API sensible Systeminformationen abzurufen – ganz ohne Authentifizierung.
Zusätzlich wurde eine weitere Lücke bekannt: CVE-2026-4162 erlaubt angemeldeten Benutzern mit niedrigen Rechten unter bestimmten Umständen das Manipulieren der Plugin-Konfiguration.
Welche Daten gibt das Plugin preis?
Auf den ersten Blick sieht es nach reiner Informationspreisgabe aus. In der Praxis liefert es einem Angreifer den kompletten Bauplan Ihrer Website:
Vom Info-Leak zur Kompromittierung
Aus „nur" Informationspreisgabe wird in wenigen Minuten ein gezielter Folgeangriff.
Log-Hunt: Schon gescannt worden?
Prüfen Sie Ihre Webserver-Access-Logs gezielt auf Aufrufe der verwundbaren REST-Route:
Plugins erweitern die Angriffsfläche
Nicht WordPress selbst ist häufig das Problem – sondern die schiere Anzahl an Plugins. Jedes ist eine potenzielle Schwachstellenquelle. Beispielhafte Verteilung der vom WPScan-Vulnerability-Index erfassten Plugin-CVEs der letzten 12 Monate:
Was Administratoren jetzt tun sollten
Prävention vs. Schadenskosten
- Managed Updates
- Schwachstellenscans
- Web Application Firewall
- Backup-Konzepte
- Monitoring
- Incident Response
- Website-Ausfälle
- SEO-Verluste
- Datendiebstahl
- DSGVO-Meldungen
- Kundenverlust
- Reputations- & Forensikkosten
Wasacon-Perspektive
Cyberkriminelle suchen heute nicht mehr gezielt nach einzelnen Unternehmen – sie scannen automatisiert das gesamte Internet. Ungepatchte WordPress-Websites landen dabei oft schneller auf der Trefferliste, als vielen Betreibern bewusst ist.
Wer heute nicht patcht, könnte morgen bereits Teil eines Datenlecks oder einer Kompromittierung sein.
Häufige Fragen
Haftungsausschluss: Die auf Wasacon bereitgestellten Inhalte dienen nur zu Informationszwecken. Wir garantieren nicht die Qualität, Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen aus Drittquellen.
WordPress-Sicherheit für KMU im Kreis Heinsberg
Managed Updates, Schwachstellenscans, WAF, Backup-Konzepte und Monitoring – wir härten Ihre WordPress-Installation und reagieren, bevor Angreifer es tun.
Mehr aus dem Cluster Patch-Management & Plugin-Sicherheit
Aktuelle Plugin- und Vendor-Lücken, die wir parallel beobachten.
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