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    Cybersecurity · Zero-Day

    Chaotic Eclipse veröffentlicht RedSun Zero-Day-Exploit

    Zweiter Microsoft-Defender-Zero-Day binnen zwei Wochen: Nach BlueHammer veröffentlicht Chaotic Eclipse mit RedSun einen weiteren Defender-LPE-Exploit (CVE-2026-33825) – ungepatcht, mit ~100 % Zuverlässigkeit.

    18.04.2026 ~6 min Lesezeit
    RedSun Zero-Day-Exploit von Chaotic Eclipse – Alarmstufe Rot

    Was ist passiert?

    Die Hackergruppe Chaotic Eclipse (auf GitHub Nightmare-Eclipse) hat mit RedSun einen weiteren Zero-Day-Exploit gegen Microsoft Defender öffentlich gemacht. Wichtig: RedSun ist der Exploit, Chaotic Eclipse ist der Akteur.

    Technisch handelt es sich um eine lokale Privilege Escalation (LPE) in der Cloud-File-Handling-Logik (cldapi.dll) – getrackt als CVE-2026-33825, CVSS 7.8 (High). Konkret bedeutet das:

    • Betroffen: Windows 10/11 sowie Server 2019/2022/2025 – auch mit den April-2026-Patches
    • Wirkung: Unprivilegierter User wird zu SYSTEM
    • Status: Kein Patch verfügbar – Microsoft hat noch nicht reagiert
    • Zuverlässigkeit des Exploits: nahezu 100 %

    Brisant: RedSun ist der zweite Defender-Zero-Day desselben Akteurs binnen zwei Wochen – nach BlueHammer (im April-2026 Patch Tuesday geschlossen).

    Faktenbox: CVE & Scope

    CVE-ID
    CVE-2026-33825
    CVSS
    7.8 (High)
    CWE
    Insufficient Granularity of Access Control
    MITRE ATT&CK
    TA0004 Privilege Escalation
    Status
    Ungepatcht
    Zuverlässigkeit
    ~100 %
    Komponente
    Microsoft Defender · cldapi.dll
    Wirkung
    Lokale PE → SYSTEM
    Plattformen
    Win 10/11 · Server 2019/2022/2025

    Wie der Angriff technisch abläuft

    RedSun missbraucht die Defender-eigene Bereinigungslogik. Statt eine erkannte Datei zu löschen, schreibt Defender sie – mit SYSTEM-Rechten – an einen vom Angreifer kontrollierten Pfad zurück. Die Kette in fünf Schritten:

    1. 1
      EICAR-Datei via Cloud Files API

      Unprivilegierter Prozess schreibt eine harmlose EICAR-Testdatei – Defender wird zur Bereinigung getriggert.

    2. 2
      Opportunistic Lock (oplock)

      Ein oplock pausiert Defender mitten im Schreibvorgang – kritisches Zeitfenster für die Manipulation entsteht.

    3. 3
      NTFS Junction → C:\Windows\System32

      Über einen Reparse Point wird das Schreibziel auf System32 umgelenkt – Defender bemerkt die Umleitung nicht.

    4. 4
      Defender überschreibt SYSTEM-Binary

      Defender schreibt die Datei mit SYSTEM-Rechten zurück – z. B. TieringEngineService.exe – statt sie zu löschen.

    5. 5
      Trigger der überschriebenen Binary

      Angreifer löst die manipulierte Binary aus → Code-Ausführung als SYSTEM. Lokale Privilege Escalation abgeschlossen.

    Ironie der Defender-Logik: Das vermeintliche Schutzwerkzeug wird zum Werkzeug des Angreifers – Defender überschreibt selbst kritische System-Binaries wie TieringEngineService.exe.

    Quellen-Kontext: Berichterstattung von The Hacker News und cybersecuritynews.com zu drei aktiv ausgenutzten Defender-Zero-Days, davon zwei ungepatcht.

    Warum das extrem kritisch ist

    Ein Zero-Day wie RedSun ist die Königsklasse der Angriffe – kein gewöhnlicher Bug:

    Schutzmechanismen wirkungslos

    Klassische Signaturen greifen ins Leere

    Antivirus & Firewall umgangen

    Verhaltensanalyse ist Pflicht

    Automatisierte Angriffe

    Massenausnutzung binnen Stunden möglich

    Späte Erkennung

    Unternehmen merken Angriffe oft erst nach Wochen

    Eskalationsdynamik: In Kombination mit der jüngsten BlueHammer-Welle deutet vieles auf eine gezielte Eskalation im Cyberraum hin.

    Typische Angriffsszenarien

    Auch wenn technische Details zum RedSun-Exploit derzeit begrenzt sind, zeigen vergleichbare Fälle ein klares Muster:

    1

    Initialzugriff

    Über Webdienste, Remote-Zugänge oder kompromittierte Konten

    2

    Laterale Bewegung

    Ausbreitung im Netzwerk, Erlangung höherer Rechte

    3

    Datenexfiltration

    Diebstahl von Kundendaten, Verträgen, Mails

    4

    Ransomware-Nachladung

    Verschlüsselung kritischer Systeme, Lösegeldforderung

    5

    Veröffentlichung im Darknet

    Double Extortion: Daten werden zusätzlich geleakt

    Besonders gefährdet: KMU, Produktionsbetriebe, Agenturen und Unternehmen ohne aktives Monitoring.

    Was du JETZT tun solltest

    Auch ohne Patch lässt sich das Risiko durch RedSun massiv reduzieren:

    Zugriffe minimieren (LPE-Schutz)

    Lokale Adminrechte konsequent abbauen, Standard-User-Härtung, Just-in-Time-Admin nutzen – RedSun ist eine Privilege Escalation, niedrige Rechte = kleinere Angriffsfläche.

    Defender-Detection scharf schalten

    Monitoring auf anomale Defender-Schreibvorgänge nach C:\Windows\System32, oplock-assistierte Datei-Umleitungen und cldapi.dll-Auffälligkeiten.

    Netzwerk segmentieren

    Kritische Systeme isolieren, Zugriffsrechte strikt regeln, laterale Bewegung nach LPE verhindern.

    Backups prüfen

    Offline-Backups sicherstellen, Wiederherstellung testen, 3-2-1-Regel konsequent umsetzen.

    Mitarbeiter sensibilisieren

    Phishing & Social Engineering ist meist der Initialvektor – Awareness-Trainings durchführen.

    Realität: Viele merken es erst, wenn es zu spät ist

    Die größte Gefahr ist nicht der Angriff selbst – sondern dass er unbemerkt bleibt. Genau hier setzen moderne Schutzsysteme wie EDR/XDR an: Nicht nur verhindern, sondern Angriffe erkennen, stoppen und nachvollziehen.

    Wer RedSun nicht aktiv überwacht, sieht den Angriff erst, wenn die Daten bereits weg sind.

    Was bedeutet das für Unternehmen im Kreis Heinsberg & NRW?

    Die Bedrohung ist nicht theoretisch. Gerade lokale Unternehmen werden zunehmend Ziel automatisierter Angriffe. Egal ob Heinsberg, Erkelenz, Mönchengladbach oder Düsseldorf: Wer nicht vorbereitet ist, wird vorbereitet.

    Wasacon Empfehlung

    Nicht warten, bis ein Patch kommt.

    Systeme jetzt absichern, überwachen und auf moderne EDR/XDR-Lösungen setzen. Zero-Day = Handlungsbedarf SOFORT.

    FAQ zum RedSun Zero-Day

    Haftungsausschluss: Die auf Wasacon bereitgestellten Inhalte dienen nur zu Informationszwecken. Wir garantieren nicht die Qualität, Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen aus Drittquellen.

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