Die Gruppe führt die österreichische Ökovolt Solartechnik GmbH seit dem 31. Juli 2026 auf ihrer Leak-Seite. Unabhängig bestätigt ist das bislang nicht – wegen internationaler Unternehmensstruktur, umfangreicher Kunden- und Projektdaten sowie digitaler Anlagenüberwachung wäre ein realer Vorfall dennoch besonders ernst.
Der Eintrag auf einer kriminellen Leak-Seite dokumentiert zunächst nur eine Täterbehauptung. Ransomware-Gruppen übertreiben, nutzen veraltete Daten oder setzen Unternehmen unter Druck, ohne sämtliche behaupteten Informationen tatsächlich zu besitzen.
Nicht gesichert ist bislang, dass Ökovolt tatsächlich erfolgreich gehackt wurde oder Daten abgeflossen sind. Auf der öffentlich zugänglichen Website war zum Redaktionszeitpunkt keine Stellungnahme zu einem Cybervorfall auffindbar; die Seite war erreichbar und nannte weiterhin die üblichen Kontakt- und Geschäftszeiten. Redaktionsstand: 1. August 2026.
Auf dem vorliegenden Screenshot wird Ökovolt Solartechnik der Kategorie „Energy & Utilities“ zugeordnet. Als Quelle beziehungsweise betroffene Domain nennen die mutmaßlichen Angreifer oekovolt.com. Der Eintrag trägt den Zeitstempel 31. Juli 2026, 20:21 Uhr. Ein öffentlich aktiver Threat-Intelligence-Account meldete anschließend, dass „The Gentlemen“ Ökovolt gemeinsam mit weiteren angeblichen Opfern auf dem eigenen Darknet-Portal ergänzt habe.
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Die im Darknet genannte Ökovolt Solartechnik GmbH ist eine österreichische Gesellschaft mit beschränkter Haftung, eingetragen unter der Firmenbuchnummer FN 375708m beim Landesgericht Ried im Innkreis. Eintragung am 16. Februar 2012, Stammkapital 35.000 Euro. Als Geschäftszweig nennt das Register den Handel mit Technologieprodukten sowie Vertrieb, Verkauf, Montage und Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen, ergänzt um Planung und Consulting.
Ökovolt Solartechnik GmbH · Gewerbegebiet 10 · 5121 Ostermiething · Oberösterreich · Österreich
Telefon: +43 6278 71030 · Firmenbuchnummer: FN 375708m · UID-Nummer: ATU67027148
Ökovolt ist kein vollständig isoliertes kleines Solarunternehmen. Seit Ende 2021 ist die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation mit jeweils 49 Prozent an der österreichischen Ökovolt Solartechnik GmbH und an der deutschen ÖKOVOLT GmbH Solartechnik beteiligt. Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde veröffentlichte den Erwerb als Zusammenschlussvorhaben; als betroffenen Geschäftszweig nannte sie Planung, Installation, Wartung und Betreuung von Photovoltaikanlagen.
Diese Beteiligung bedeutet nicht automatisch, dass Systeme der Salzburg AG von einem möglichen Vorfall betroffen wären. Sie erhöht jedoch die Bedeutung einer sauberen Untersuchung möglicher gemeinsamer Dienste, Datenflüsse, E-Mail-Kommunikation, Benutzerkonten und administrativer Verbindungen zwischen den Unternehmen.
Zu unterscheiden sind die konkret gelistete österreichische Gesellschaft, eigenständige ausländische Gesellschaften und möglicherweise nicht mehr aktuelle Niederlassungen.
Der Konkurs der Schweizer Gesellschaft fand rund drei Monate vor der Darknet-Listung statt. Es gibt derzeit keinen öffentlich belegten Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen. Ebenso wäre es falsch, aus der internationalen Markenverwendung automatisch auf eine gemeinsame IT-Infrastruktur zu schließen – genau diese Frage müsste eine Forensik klären: gemeinsame Domains, Microsoft-365-Mandanten, Dateisysteme, ERP-Zugänge, VPN-Systeme oder Monitoring-Plattformen.
Die öffentlich verfügbaren Angaben sind nicht vollkommen einheitlich. Eine unternehmenseigene Karriereseite spricht von mehr als 30 Mitarbeitenden an drei Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. LinkedIn ordnet das Unternehmen der Größenklasse 11 bis 50 zu; zuletzt waren 13 Personen direkt mit dem österreichischen Profil verknüpft. Bei der Beteiligung der Salzburg AG 2021 beschäftigten die österreichische und die deutsche Gesellschaft zusammen 27 Mitarbeiter, bis dahin sollen rund 4.800 Anlagen installiert worden sein.
Die Angabe von 50.000 Projekten steht deutlich über früheren Angaben von 4.800 bzw. 5.000 Anlagen. Ohne Erläuterung ist nicht nachvollziehbar, ob unterschiedliche Zählweisen verwendet werden – etwa Projekte, Teilanlagen, Module, Komponenten oder bearbeitete Standorte. Auch „100+ Standorte“ dürfte eher auf Projektstandorte oder Einsatzgebiete als auf eigene Niederlassungen hindeuten; die Karriereseite nennt ausdrücklich drei Unternehmensstandorte.
Die Angabe von 340.000 kWp entspricht rund 340 MWp installierter Spitzenleistung. Die Referenzliste zeigt größere Industrieanlagen, unter anderem Projekte für Alpla, B&R Industrial Automation, Fill, Würth und Transdanubia; einzelne veröffentlichte Projekte erreichen 1,5 bis knapp 2 MWp.
Umsatz: Ein belastbarer aktueller Umsatz der österreichischen Gesellschaft ließ sich anhand frei zugänglicher, verifizierbarer Quellen nicht feststellen. Bei einem privaten mittelständischen Unternehmen sollte kein Umsatz aus fragwürdigen automatisierten Firmenportalen übernommen oder aus Mitarbeiterzahl und installierter Leistung hochgerechnet werden.
Ökovolt ist nicht einfach ein Handwerksbetrieb, der Module montiert. Das Unternehmen beschreibt sich als Planer, Generalunternehmer, Installateur, Serviceanbieter und Betreiber digitaler Überwachungslösungen: Planung und Projektierung, Montage und Inbetriebnahme, Batteriespeicher und Notstrom, Service und Wartung, Betriebsführung, Echtzeitüberwachung, Direktvermarktung, Ladeinfrastruktur, intelligente Energiesysteme sowie Finanzierung, Leasing und Contracting.
Beworben wird zudem die selbst entwickelte Monitoring-Lösung „Ökosys“ zur permanenten Anlagenüberwachung, Störungserkennung und Ertragsoptimierung. Ein 2026 veröffentlichtes Dokument regionaler Netzbetreiber führt einen Ökosys-Parkregler der deutschen Gesellschaft auf. Das schafft eine andere Risikolage als bei einem Unternehmen, das ausschließlich Standard-Bürodaten verarbeitet.
Namen, private und gewerbliche Anschriften, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Ansprechpartner, Angebots- und Vertragsdaten.
Bankverbindungen, Finanzierungs-, Leasing- und Contracting-Unterlagen.
Dach- und Geländepläne, Elektro- und Schaltpläne, Netzanschlussunterlagen, Wechselrichterkonfigurationen.
Anlagenkennungen, Seriennummern, Wartungs- und Fehlerprotokolle, Zugangsdaten zu Herstellerportalen.
Kalkulationen, Margen, Lieferantenpreise, Rahmenverträge, Ausschreibungen, E-Mail-Kommunikation, Personalakten, Buchhaltung.
Leistungs- und Ertragsdaten, Störungsmeldungen, Monitoring-Zugänge, Fernwartungskonten, Administratorzugänge, API-Schlüssel.
Bislang gibt es keinen Beleg dafür, dass einer dieser Bereiche tatsächlich betroffen ist. Die Aufzählung beschreibt das denkbare Schadenspotenzial eines Unternehmens mit diesem Geschäftsmodell.
Selbst wenn Täter Daten aus dem Büro- oder Dateisystem kopiert hätten, könnten sie damit nicht automatisch Photovoltaikanlagen steuern oder abschalten. Dafür müssten zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein:
Umgekehrt wäre es riskant, einen möglichen Zugriff vorschnell als „reinen Datenklau“ abzutun. Die zunehmende Vernetzung dezentraler Energieanlagen erweitert die Angriffsfläche: Solaranlagen, Batteriespeicher und weitere vernetzte Energiesysteme besitzen Kommunikations- und Fernsteuerungsfunktionen und müssen deshalb besonders geschützt werden. Ökovolt ist damit nicht automatisch Betreiber kritischer Infrastruktur – aufgrund von Großanlagen, Monitoring, Fernwartung und industriellen Kunden könnten kompromittierte Zugangsdaten jedoch erhebliche Auswirkungen bei einzelnen Kunden auslösen.
Eine noch vergleichsweise junge, inzwischen äußerst aktive Ransomware-as-a-Service-Operation. Sicherheitsforscher beobachten die Gruppe seit mindestens Juli/August 2025, seit Herbst 2025 wird sie als professionelles RaaS-Modell betrieben. Bei RaaS entwickelt eine Kerngruppe Schadsoftware, Infrastruktur und Leak-Seite; externe Affiliates führen die Einbrüche durch und teilen sich das Lösegeld. The Gentlemen soll Affiliates ungewöhnlich hohe 90 Prozent zahlen – klassische Programme liegen bei 70 bis 80 Prozent. Das Kernteam wird auf rund 20 Personen geschätzt.
Unit 42 berichtete Anfang Juli 2026 von 580 gelisteten Opfern in 77 Ländern, darunter 103 Fertigungsunternehmen. Die Zahl veröffentlichter Opferbehauptungen soll sich vom zweiten Halbjahr 2025 zum ersten Halbjahr 2026 mehr als versechsfacht haben; allein im Juni 2026 kamen 117 neue Einträge hinzu. Diese Zahlen sind nicht mit 580 zweifelsfrei bestätigten Angriffen gleichzusetzen – Leak-Seiten zählen Täterbehauptungen, und wer zahlt, erscheint häufig gar nicht.
Die Gruppe nutzt Schadsoftware für mehrere Plattformen: Varianten in C und Go betreffen neben Windows auch Linux-Server, virtuelle Umgebungen, NAS-Systeme und ESXi. Forscher beobachteten zudem eine Go-basierte Backdoor sowie ein Werkzeug namens „GentleKiller“, das Sicherheitssoftware und EDR ausschalten soll. Zu bekannten Angriffswegen zählen Schwachstellen in Fortinet-Produkten, SSH-Komponenten und Windows-SMB – das bedeutet ausdrücklich nicht, dass eine dieser Lücken bei Ökovolt vorhanden war.
Im Mai 2026 veröffentlichte ein mutmaßlicher Insider oder konkurrierender Akteur Teile der internen Infrastruktur und Kommunikation der Gruppe. Nach Analysen von Check Point umfasste das Material Benutzerkonten, Chatverläufe, Werkzeuge, Infrastrukturinformationen und Angaben zu Angriffen; erkennbar wurden Zugriffswege über Fortinet- und Cisco-Systeme, NTLM-Relay, kompromittierte Microsoft-365-Zugänge und aktuelle Sicherheitslücken. In einem dokumentierten Verhandlungsfall forderte die Gruppe zunächst 250.000 US-Dollar und erhielt letztlich 190.000 US-Dollar. Eine weitere Analyse wertete über 3.300 interne Nachrichten und 66 bestätigte Opferbezüge aus.
Mehr Hintergrund: Threat-Actor-Profil „The Gentlemen“
Ohne forensische Informationen lässt sich der konkrete Weg bei Ökovolt nicht bestimmen. Ein realistisches Szenario könnte jedoch so aussehen:
Ungepatchtes VPN-Gerät, kompromittiertes E-Mail-Konto, gestohlene Zugangsdaten oder infiziertes Notebook eines Außendienstmitarbeiters.
Domänen, Benutzerkonten, Dateiablagen, Backups, Server, Cloud-Dienste und administrative Zugänge werden untersucht.
Lokale Administratorrechte oder Kontrolle über zentrale Identitäten – besonders wertvoll: Microsoft 365, VPN, Backup, Virtualisierung, ERP, Monitoring.
Vor der Verschlüsselung werden große Datenmengen exfiltriert: Projektordner, Postfächer, Personalunterlagen, Finanzdaten.
EDR, Virenschutz, Protokollierung und Backup-Agenten werden manipuliert oder beendet, Sicherheitsprotokolle gelöscht.
Server, virtuelle Maschinen, Netzlaufwerke und angeschlossene Backup-Speicher werden verschlüsselt.
Lösegeldforderung, bei Nichtzahlung Veröffentlichung auf der Leak-Seite und später ggf. Freigabe erster Beispieldateien.
Der Eintrag könnte darauf hindeuten, dass eine Verhandlung begonnen hat, gescheitert ist oder noch läuft. Er könnte ebenso als Bluff oder Druckmittel ohne umfangreichen Datenbesitz dienen.
Der größte Schaden muss nicht die Veröffentlichung kompletter Datenbanken sein. Bereits einige authentische Projektunterlagen reichen für gezielte Folgedelikte.
Angreifer könnten Kunden mit echten Projektnamen, Ansprechpartnern, Anlagendaten oder Rechnungsnummern anschreiben – deutlich glaubwürdiger als gewöhnlicher Spam.
Business-E-Mail-Compromise: Täter geben sich als Ökovolt, Lieferant oder Projektleiter aus und fordern Abschlagszahlungen auf ein „neues Konto“.
Mit technischen Details lassen sich Servicetermine, Updates oder Fernwartungen vortäuschen, um weitere Zugangsdaten zu erbeuten.
Netzwerkdetails und technische Informationen aus Projektunterlagen von Industriekunden könnten weitere Angriffe vorbereiten.
Sind E-Mail-Adressen und Passwörter betroffen, sind auch andere Plattformen mit denselben Zugangsdaten gefährdet.
Bei einem realen Ransomware-Verdacht geht es nicht nur um die Wiederherstellung verschlüsselter Systeme, sondern um die vollständige Klärung des Zugriffs.
Sollten personenbezogene Daten betroffen sein und daraus ein Risiko für natürliche Personen entstehen, muss die Datenschutzverletzung nach Artikel 33 DSGVO unverzüglich und möglichst innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden an die österreichische Datenschutzbehörde gemeldet werden. Bei hohem Risiko kann zusätzlich eine direkte Benachrichtigung der betroffenen Personen nach Artikel 34 DSGVO erforderlich sein.
Es wäre unseriös, ohne Kenntnis der internen Systeme zu behaupten, Ökovolt habe zu wenig investiert – selbst sehr gut geschützte Unternehmen werden Opfer professioneller Täter. Modellieren lässt sich aber, welches Sicherheitsniveau ein Profil mit über 30 Beschäftigten, mehreren Gesellschaften, Außendienst, mobilen Geräten, technischen Projektunterlagen, Industriekunden, Fernwartung, Anlagenmonitoring, eigener Software und einer Energiegesellschaft als Anteilseignerin benötigt.
Summe einmalig: 58.000 – 137.000 €
Summe laufend: 68.000 – 164.000 € pro Jahr
Für eine eher einfache Cloud-Struktur könnte ein solides Mindestniveau bei rund 60.000 bis 90.000 Euro jährlich liegen. Bei umfangreicher Eigeninfrastruktur, mehreren Standorten, eigenen Monitoring-Systemen und 24/7-Überwachung wären eher 100.000 bis 160.000 Euro jährlich realistisch.
Diese Summen sind eine redaktionelle Modellrechnung und keine Aussage über die tatsächlichen IT-Ausgaben von Ökovolt.
MFA sollte nicht nur für Administratoren gelten, sondern für sämtliche Cloud-, VPN-, Fernwartungs- und E-Mail-Konten. Besonders sensible Konten gehören mit Sicherheitsschlüsseln oder passwortlosen Verfahren geschützt. The Gentlemen ist dafür bekannt, gestohlene oder geleakte Zugangsdaten einzusetzen.
Niemand sollte mit demselben Konto E-Mails lesen, surfen und Server administrieren. Administrative Aufgaben brauchen separate, besonders geschützte Konten.
CRM, Buchhaltung, Mitarbeitergeräte, Backup, Ökosys, Parkregler und Kundenzugänge dürfen nicht in einem flachen Netzwerk liegen. Ein kompromittierter Büro-PC darf nicht automatisch Zugriff auf technische Systeme ermöglichen.
Ein gewöhnliches NAS im Firmennetz ist kein Ransomware-Backup. Mindestens eine Sicherung muss technisch getrennt oder unveränderbar gespeichert und die Wiederherstellung regelmäßig praktisch getestet werden.
Notwendig sind verhaltensbasierte EDR-Systeme, zentrale Alarmierung und Menschen, die verdächtige Aktivitäten auch nachts oder am Wochenende bewerten.
Firewalls, VPN-Gateways, Webserver und andere öffentlich erreichbare Systeme müssen vollständig inventarisiert und fortlaufend gepatcht werden. Nicht mehr benötigte Dienste gehören abgeschaltet.
Die österreichische, deutsche und schweizerische Organisation sollte technisch nachvollziehbar getrennt sein. Dienstleisterzugriffe benötigen individuelle Konten, MFA, zeitliche Beschränkung und vollständige Protokollierung.
Selbst ohne Lösegeld und ohne DSGVO-Bußgeld wird ein Cyberangriff schnell teurer als ein vollständiges Sicherheitsprogramm. Ein rein illustratives Modell: 30 Beschäftigte, durchschnittlich 400 Euro interner Kosten- und Wertschöpfungsausfall je Arbeitstag, fünf Tage eingeschränkter Betrieb.
Hinzu kämen externe Forensik, Rechtsberatung, Wiederherstellung, neue Hardware, Überstunden, Projektverzögerungen, Vertragsstrafen, entgangene Aufträge, Kommunikationskosten, mögliche Schadenersatzforderungen und erhöhte Versicherungsprämien. Bei längerem Ausfall oder kompromittierten Industriekunden könnte der Gesamtschaden schnell in den hohen sechsstelligen Bereich steigen.
Bei PV-Dienstleistern liegt der kritische Wert nicht in der Buchhaltung, sondern in Anlagendokumentation, Fernwartungszugängen und Monitoring-Identitäten. Genau diese Datenklassen liegen in gewachsenen Mittelstandsnetzen oft im selben Dateibereich wie Angebote und Urlaubsanträge – ohne Segmentierung, ohne Least Privilege, ohne Abflusserkennung.
Konkret heißt das: phishingresistente MFA und Härtung der Identitäten, unveränderbare Backups mit echten Rücksicherungstests, saubere Trennung von Büro-IT, Technik und Monitoring sowie zeitlich begrenzte, protokollierte Fernwartungszugänge statt dauerhaft offener VPN-Tunnel.
Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre der Fall weit mehr als ein gewöhnlicher Datendiebstahl bei einem regionalen Installationsbetrieb. Ökovolt verfügt über internationale Gesellschaftsstrukturen, umfangreiche technische Projektinformationen und digitale Überwachungs- und Servicelösungen für Photovoltaikanlagen.
Genau diese Mischung macht Energie- und Solartechnikunternehmen attraktiv für Erpresser: sensible Kundendaten, hohe Auftragswerte, zeitkritische Projekte, technische Fernzugänge und die Erwartung, dass ein längerer Betriebsausfall erheblichen finanziellen Druck erzeugt. Entscheidend wird nun sein, ob The Gentlemen authentische Beweise veröffentlichen, ob Ökovolt selbst Stellung nimmt und ob Kunden oder Behörden informiert werden.
Redaktionsstand: 1. August 2026. Der Beitrag wird aktualisiert, sobald eine belastbare Stellungnahme des Unternehmens oder einer zuständigen Behörde vorliegt. Standort: Ostermiething, Oberösterreich (AT).
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