Die Anubis-Ransomware-Gruppe hat das Unternehmen Nachlass Nord aus Harsefeld am 25.06.2026 um 19:50 Uhr auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet – samt Behauptung, Ausweise, Nachlassunterlagen und Mandantendaten erbeutet zu haben.

Die Anubis-Ransomware-Gruppe hat am 25.06.2026 um 19:50 Uhr einen neuen Eintrag veröffentlicht. Darin wird das Unternehmen Nachlass Nord aus Harsefeld auf der eigenen Darknet-Leak-Seite gelistet.
Nach den veröffentlichten Informationen behaupten die Angreifer, interne Unternehmensdaten entwendet zu haben. Als Vorschau veröffentlichte die Gruppe einen Screenshot der Unternehmenswebsite sowie die Behauptung, dass sich unter den erbeuteten Daten unter anderem Ausweisdokumente (IDs), Nachlassunterlagen und Mandantendaten befinden sollen.
Nachlass Nord ist ein Dienstleistungsunternehmen aus Harsefeld (Niedersachsen) und bietet unter anderem Unterstützung in den Bereichen:
Gerade Unternehmen aus diesem Bereich verarbeiten besonders sensible personenbezogene Daten und vertrauliche Dokumente.
Sollten die Angaben der Angreifer zutreffen, könnten unter anderem folgende Informationen betroffen sein:
Gerade im Bereich der Nachlassverwaltung besitzen solche Unterlagen einen besonders hohen Wert für Cyberkriminelle, da sie umfangreiche persönliche und finanzielle Informationen enthalten können.
Erbe- und Nachlassakten enthalten häufig:
Diese Informationen eignen sich unter anderem für:
Die Anubis-Ransomware-Gruppe verfolgt das inzwischen bekannte Double-Extortion-Modell:
Ob es im konkreten Fall tatsächlich zu einer Verschlüsselung oder ausschließlich zu einem behaupteten Datendiebstahl gekommen ist, ist derzeit nicht bekannt.
Falls Sie Mandant oder Geschäftspartner von Nachlass Nord sind, empfiehlt sich aktuell erhöhte Aufmerksamkeit:
Sollte das Unternehmen später einen bestätigten Sicherheitsvorfall veröffentlichen, sollten dortige Handlungsempfehlungen ebenfalls beachtet werden.
Der aktuelle Fall zeigt erneut, dass heute nahezu jede Branche in den Fokus professioneller Ransomware-Gruppen geraten kann. Unternehmen, die besonders sensible personenbezogene Informationen verarbeiten, sind für Cyberkriminelle häufig besonders attraktiv. Ein funktionierendes Sicherheitskonzept umfasst heute:
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzen häufig den Aufwand, den moderne Angreifer inzwischen betreiben.
Mit der Veröffentlichung auf der Leak-Seite der Anubis-Gruppe steigt der Druck auf das betroffene Unternehmen erheblich. Ob die von den Angreifern behaupteten Daten tatsächlich entwendet wurden, bleibt derzeit offen und sollte erst nach einer offiziellen Stellungnahme oder einer technischen Untersuchung abschließend bewertet werden.
Für Mandanten und Geschäftspartner empfiehlt sich dennoch erhöhte Wachsamkeit, bis weitere Informationen vorliegen.
Quelle des Hinweises: Veröffentlichung der Anubis-Leak-Seite vom 25.06.2026 (19:50 Uhr). Die Angaben stammen von den Angreifern und konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden.
Transparenzhinweis
Dieser Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf Angaben einer Darknet-Leak-Seite. Die dort veröffentlichten Behauptungen konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig verifiziert werden. Die Erwähnung eines Unternehmens bedeutet nicht automatisch, dass ein erfolgreicher Cyberangriff oder Datenabfluss stattgefunden hat.
Haftungsausschluss: Die auf Wasacon bereitgestellten Inhalte dienen nur zu Informationszwecken. Wir garantieren nicht die Qualität, Genauigkeit oder Vollständigkeit der Informationen aus Drittquellen.
EDR/XDR, Offline-Backups, MFA und Awareness-Training – Wasacon härtet Mandanten-Infrastrukturen so, dass aus einem Phishing-Klick kein Darknet-Leak wird.
Aktuelle Darknet-Leaks, Threat-Actor-Steckbriefe und Schutzkonzepte aus dem Wasacon-Newsroom.
0 Beiträge
Wie viel sollte Ihr Unternehmen jährlich in IT investieren?
Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
IT-SicherheitSeit dem 9. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe Qilin die pm-energy GmbH aus Reesdorf (Schleswig-Holstein) auf ihrer Leak-Seite. Was belegt ist, was Täterbehauptung bleibt – und warum Photovoltaik-Projektdaten besonders sensibel sind.
IT-SicherheitSeit dem 8. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe Qilin die Clausing GmbH Tiefbauunternehmen aus Osnabrück auf ihrer Darknet-Leak-Seite. Was belegt ist, was Täterbehauptung bleibt – und warum die digitalisierten Bauprozesse den Fall brisant machen.
IT-SicherheitSeit dem 7. August 2026 führt die Ransomware-Gruppe The Gentlemen die Münchner INKA Group GmbH & Co. KG als mutmaßliches Opfer. Register- und Konzerndaten zeigen ein verzweigtes Immobiliennetz – bis hin zur Hasen-Immobilien AG mit 230,5 Mio. € Bilanzsumme.
Wir prüfen Ihre Domain kostenlos gegen bekannte Infostealer- und Leak-Datenbanken – vertraulich und unverbindlich.