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    INTERNET AG gehackt? Frankfurter Hosting-Anbieter im Darknet bei „TheGentlemen“ aufgetaucht

    Die INTERNET AG Global Network (inet.de) ist auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe TheGentlemen erschienen. Wenn ein Hoster getroffen wird, hängen Kundenketten mit dran – was gesichert ist, was Behauptung bleibt und was Betroffene jetzt tun sollten.

    zuletzt aktualisiert: 14 min Lesezeit Frankfurt am Main
    INTERNET AG gehackt? – Frankfurter Hosting-Anbieter bei TheGentlemen-Darknet-Leak aufgetaucht

    Transparenz & Stand der Recherche

    Stand: 11.07.2026 – unbestätigter Vorfall. Der Eintrag auf der TheGentlemen-Leak-Seite ist zunächst eine Behauptung der Täter – keine offizielle Bestätigung. Eine Listung belegt weder Umfang noch Echtheit der behaupteten Datenbeute. Opfer der Straftat ist zunächst die INTERNET AG selbst. Es liegt bislang keine Stellungnahme der INTERNET AG Global Network vor. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert und eine Stellungnahme umgehend nachgereicht, sobald belastbare Informationen vorliegen.

    Update-Historie

    • 10.07.2026Listung auf der TheGentlemen-Leak-Seite mit Drohung einer bevorstehenden Veröffentlichung, sofern sich kein Unternehmensvertreter melde. Keine Datenproben, kein Countdown.
    • 11.07.2026Wasacon veröffentlicht diese Einordnung. Der Beitrag wird bei neuen Erkenntnissen, einer Stellungnahme des Unternehmens oder einer etwaigen Datenveröffentlichung aktualisiert.

    Das Wichtigste in Kürze

    • INTERNET AG Global Network (inet.de) am 10.07.2026 auf der Leak-Seite von TheGentlemen gelistet.
    • Täter drohen mit „vollständigem Leak“, falls sich kein Unternehmensvertreter melde – keine Datenproben, kein Countdown, Datenabfluss unbestätigt, keine Stellungnahme.
    • Frankfurter Hosting- und Rechenzentrumsbetreiber, AG seit 2002, sehr kleines Haus, betreut Server, Domains und Kunden-IT für Geschäftskunden.
    • Als IT-Dienstleister mit privilegierten Kundenzugängen potenzielles Lieferketten-Risiko – für Kundendaten gibt es aber keinerlei Beleg.
    • TheGentlemen: seit Mitte 2025 aktive RaaS-Gruppe, Go-Locker inkl. ESXi-Variante, primäres Einfallstor Fortinet-Geräte (CVE-2024-55591), über 530 gelistete Opfer weltweit.

    Status bei Sichtung: Eintrag mit Drohung einer bevorstehenden Veröffentlichung, sofern sich kein Unternehmensvertreter meldet; keine verifizierten Datenproben, kein Countdown (Stand 10.07.2026). Quelle: Threat-Intelligence-Meldung zur Leak-Seite. Wir verlinken bewusst nicht auf die Leak-Seite.

    Was ist passiert?

    Auf der Darknet-Leak-Seite von TheGentlemen wurde am 10. Juli 2026 ein neuer Eintrag zur INTERNET AG (inet.de) veröffentlicht. Die Täter drohen darin sinngemäß, den „vollständigen Leak“ in Kürze zu veröffentlichen, sofern sich kein Unternehmensvertreter über die angegebenen Kanäle melde. Konkrete Angaben zum Umfang der angeblich erbeuteten Daten, Datenproben oder ein Countdown liegen nicht vor.

    Wichtig zur Einordnung: Das Datum der Listung markiert nur die Veröffentlichung auf der Leak-Seite, nicht zwingend den Zeitpunkt eines etwaigen Angriffs. Zwischen einer Kompromittierung und der öffentlichen Listung vergehen bei Ransomware-Gruppen häufig mehrere Wochen – oft die Phase, in der im Verborgenen verhandelt wird. Ein etwaiger Angriff könnte also bereits länger zurückliegen. Ob neben einem möglichen Datenabfluss auch Systeme verschlüsselt wurden, lässt sich von außen nicht beurteilen. Die Website des Unternehmens war zum Zeitpunkt der Recherche erreichbar.

    Wer ist die INTERNET AG?

    Die INTERNET AG Global Network mit Sitz am Wiesenhüttenplatz 26 in Frankfurt am Main ist ein auf Geschäftskunden spezialisierter Hosting- und Infrastrukturanbieter. Die Aktiengesellschaft wurde im März 2002 in das Handelsregister eingetragen (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 54478), Vorstand ist Stefan Schellenberg. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Wertpapierkennnummer (WKN 622989 / ISIN DE0006229891) – ein Relikt aus der Gründerzeit der frühen 2000er.

    Das Leistungsportfolio liest sich wie ein Querschnitt kritischer IT-Grundversorgung für den Mittelstand:

    • dedizierte Server („iNET Server“) und Serverhousing/Colocation
    • klassisches Webhosting mit E-Mail, Datenbanken und Domainverwaltung
    • Domainregistrierung im großen Stil – ab rund 500 Domains mit direkter DENIC-Anbindung (RRI)
    • Firewall-, VPN-, Loadbalancer-, Monitoring- und Backup-Lösungen
    • Standleitungen, SDSL-Anbindungen und Managed Services

    Rechenzentrumsstandorte: eigenes Frankfurter Rechenzentrum plus Colocation-Flächen (u. a. InterXion, Ancotel) sowie Standorte in Stuttgart und Amsterdam. Beworben werden 99,9-Prozent-Verfügbarkeit, redundante Anbindung und 24/7-Bereitschaft. Wirtschaftlich ist die INTERNET AG ein kleines Haus: die zuletzt hinterlegte Bilanzsumme (Geschäftsjahr 2021) lag bei rund 750.000 Euro; Umsatz- und Mitarbeiterzahlen sind nicht öffentlich.

    Steckbrief INTERNET AG Global Network
    UnternehmenINTERNET AG Global Network
    RechtsformAktiengesellschaft
    SitzWiesenhüttenplatz 26, 60329 Frankfurt am Main
    RegisterAmtsgericht Frankfurt am Main, HRB 54478; WKN 622989 / ISIN DE0006229891
    VorstandStefan Schellenberg
    BrancheHosting, Serverhousing/Colocation, Managed Services, Domainregistrierung/DENIC-RRI, Firewall/VPN/Loadbalancer
    Gründung/Eintragung2002
    Standorteeigenes RZ Frankfurt; Colocation u. a. InterXion, Ancotel; Stuttgart, Amsterdam
    Größekeine öffentlichen Umsatz-/Mitarbeiterzahlen; Bilanzsumme 2021 ca. 750.000 €
    Leak-EintragTheGentlemen; Listung 10.07.2026
    StatusDrohung mit bevorstehender Veröffentlichung; keine Datenproben, kein Countdown
    Bestätigungsteht aus, keine Stellungnahme

    Zahlen, Daten, Fakten zur INTERNET AG

    Zahlen, Daten, Fakten INTERNET AG – Mitarbeiter, Umsatz, Branche, Standorte, IT- und Cybersecurity-Budget-Empfehlungen

    Grafische Aufbereitung: generische Branchen-Benchmarks. Für die INTERNET AG liegen keine öffentlichen Umsatz- oder Mitarbeiterzahlen vor; jede darüber hinausgehende Größenangabe ist eine Schätzung.

    Was hätte Prävention gekostet?

    Bilanzsumme (2021, bekannt)

    ca. 750.000 €

    Umsatzklasse (Schätzung, nicht öffentlich)

    ca. 0,7–1,5 Mio. € / Jahr

    IT-/Security-Anteil bei IT-Dienstleistern

    deutlich > 15 % v. Umsatz üblich

    Typische Folgekosten Ransomware KMU

    häufig 100.000 – 1 Mio. €+

    Realistische Security-Budgetposten für einen kleinen Hoster
    MaßnahmeGrößenordnung / Jahr
    Multi-Faktor-Authentifizierung (VPN, Mail, Admin, Kundenportale)3.000 – 8.000 €
    EDR/MDR + 24/7-Monitoring auf Edge & Servern12.000 – 30.000 €
    Immutable / Offline-Backups + Restore-Tests5.000 – 12.000 €
    Fortinet-/Edge-Patch-Management (CVE-2024-55591 & Co.)3.000 – 8.000 €
    Netzsegmentierung: interne IT ↔ Kundenumgebungen ↔ Management6.000 – 15.000 €
    Privileged Access Management für Admins & Kundentenants6.000 – 15.000 €
    ESXi-/Virtualisierungs-Hardening + Management-VLAN5.000 – 12.000 €
    Awareness- und Phishing-Simulationen2.500 – 6.000 €
    Incident-Response-Retainer & Krisenübungen6.000 – 15.000 €
    NIS-2- / DSGVO-Beratung (HBDI Wiesbaden, BSI-Meldewege)3.000 – 8.000 €

    Faustregeln (Bitkom/BSI): 3–7 % vom Umsatz in IT, davon mindestens ~20 % in Security. Für einen kleinen Hoster wären selbst fünf- bis sechsstellige jährliche Sicherheitsinvestitionen die günstigere Variante – die Rechnung ist ein Benchmark, keine Schuldzuweisung.

    Warum ist ein Angriff auf einen Hosting-Anbieter besonders heikel?

    Bei den meisten Ransomware-Opfern endet der Schaden an der Unternehmensgrenze. Bei einem Hosting- und Managed-Service-Anbieter ist das anders – er ist ein Multiplikator. Sollte es tatsächlich zu einem erfolgreichen Angriff mit Datenabfluss gekommen sein, wären mehrere Szenarien denkbar:

    Kundendaten & Vertragsunterlagen

    Stammdaten, Ansprechpartner, Bankverbindungen und Vertragsdetails von Geschäftskunden – klassisches Material für gezielte Phishing- und Betrugskampagnen im Namen des Hosters.

    Zugangsdaten & technische Dokumentation

    Bei einem Anbieter, der Firewalls, VPNs und Server im Kundenauftrag verwaltet, wären Konfigurationen, Passwörter oder Netzpläne besonders sensibel – sie könnten Folgeangriffe auf die Kunden selbst ermöglichen.

    Domain-Verwaltung / DENIC

    Als DENIC-angebundener Registrar-Dienstleister verwaltet die INTERNET AG Domains in größerem Umfang. Kompromittierte Registry-Zugänge wären ein Hebel für DNS-Manipulationen weit über das eigene Haus hinaus.

    Verfügbarkeits-/ESXi-Risiko

    Würden Virtualisierungs- oder Verwaltungssysteme verschlüsselt, könnten im schlimmsten Fall gehostete Kundensysteme ausfallen – TheGentlemen bringt mit ihrem ESXi-Locker genau das passende Werkzeug für solche Umgebungen mit.

    Für keines dieser Szenarien gibt es derzeit Belege. Die Aufzählung beschreibt das strukturelle Risiko der Branche, nicht den bestätigten Schaden dieses Falls.

    Ransomware-Profil

    Wer oder was ist TheGentlemen?

    TheGentlemen ist eine der auffälligsten Neuerscheinungen im Ransomware-Ökosystem – Mitte 2025 aufgetaucht, erste Go-Samples im Juli 2025, Leak-Seite ab September 2025. Bis Mitte 2026 sind über 530 Opfer in rund 75 Ländern gelistet – im ersten Halbjahr 2026 zählt TheGentlemen zu den zehn aktivsten Ransomware-Gruppen weltweit.

    Das Geschäftsmodell ist klassisches Double Extortion mit einem besonders hohen Affiliate-Anteil von 90 %. Der mutmaßliche Betreiber tritt unter den Pseudonymen „hastalamuerte“ und „Zeta88“ auf – hervorgegangen aus einem Streit mit der Qilin-Gruppe im Juli 2025 um eine nicht gezahlte Affiliate-Provision. Aus dem verprellten Qilin-Partner wurde ein eigenständiger Konkurrent. Im Mai 2026 ermöglichte ein interner Datenbank-Leak ungewöhnlich tiefe Einblicke ins Innenleben der Operation.

    Technisch besonders relevant: primäres Einfallstor sind Fortinet-Geräte über die Schwachstelle CVE-2024-55591. Die Gruppe soll eine Datenbank von rund 14.700 kompromittierten FortiGate-Geräten pflegen. Zusätzlich Cisco-Edge, NTLM-Relay, Infostealer-Logs mit OWA-/ M365-Zugangsdaten. Über Active-Directory-Gruppenrichtlinien (GPO) kann die Ransomware zeitgleich auf allen Rechnern einer Domäne gezündet werden – die wohl wirkungsvollste Verteilmethode überhaupt. Für Hosting-Umgebungen gefährlich: der dedizierte ESXi-Locker.

    Steckbrief TheGentlemen Ransomware
    Erstes AuftretenMitte 2025; Go-Samples Juli 2025; Leak-Seite ab September 2025
    ModellRaaS · Double Extortion · 90/10 Affiliate-Split
    Betreiber„hastalamuerte“ / „Zeta88“ · russischsprachiger Raum vermutet · CIS-Ausschluss
    LockerGo (Win/Linux/NAS) + dedizierter C-basierter ESXi-Locker · password-protected Builds
    Primärer ZugangFortinet CVE-2024-55591 · ~14.700 vorbereitete FortiGates · ~1.000 valide VPN-Zugänge
    Weitere ZugängeCisco-Edge · NTLM-Relay · Infostealer-Logs · RDP/SSL-VPN
    ToolingAnyDesk · PsExec · Cobalt Strike · SystemBC · EDR-Killer
    BesonderheitGPO-Missbrauch für domänenweite Zündung
    Opferzahlüber 530 gelistet (Stand 07/2026); real vermutlich deutlich mehr
    GeografieUSA, Thailand, Frankreich, Deutschland, Brasilien u. a. · rund 75 Länder
    BranchenManufacturing, Technology, Business Services, Healthcare
    ZahlungsmittelKryptowährung
    Alle Angaben zu TheGentlemen stammen aus öffentlichen Threat-Intelligence-Quellen und beschreiben die Gruppe allgemein – nicht den konkreten, unbestätigten Fall INTERNET AG.

    Schematischer Ablauf eines TheGentlemen-Angriffs

    Serverraum-Frame mit Terminal-Overlay – schematische Darstellung eines Ransomware-Angriffs
    thegentlemen@ops:~$ schematic
    > recon :: inet.de · ports=443,25,993,3389 · fortinet-vpn detected
    Hinweis: rein schematische Animation zur Illustration typischer TheGentlemen-Techniken (Fortinet-Bypass, AnyDesk-Persistenz, GPO-Detonation, ESXi-Locker). Keine reale Umgebung, keine realen Zugriffsspuren, keine Aussage über den konkreten Fall INTERNET AG.

    Technische Erkennungsmerkmale von TheGentlemen

    IOCs und Erkennungsmerkmale TheGentlemen
    MerkmalBeobachtung
    Locker-Sprache / AufbauIn Go geschrieben, plattformspezifische Varianten (Windows, Linux, NAS) plus dedizierter C-basierter ESXi-Locker
    AusführungPassword-protected Build – Ausführung erfordert Startparameter (verhindert Analyse in Sandboxes)
    Primärer ZugangFortinet FortiOS/FortiProxy – CVE-2024-55591 (Authentication Bypass), ~14.700 vorbereitete Zielgeräte gepflegt
    Weitere ZugängeCisco-Edge, NTLM-Relay, Infostealer-Logs (OWA/M365), RDP/SSL-VPN
    ToolingAnyDesk, PsExec, Cobalt Strike, SystemBC-Proxy-Botnet, eigene EDR-/AV-Killer
    Privilege EscalationTeils bis Kernel-Ebene (u. a. ThrottleStop-Treiber, BYOVD)
    VerteilungMissbrauch von Active-Directory-Gruppenrichtlinien (GPO) für domänenweite Zündung
    KryptoHybrid XChaCha20 + Curve25519, partial/full Encryption-Modi
    Ransom-NoteGruppenspezifische Note ohne feste Dateiendung (kein .dlock – Deadlock-Verwechslung vermeiden)

    Deutsche Opfer der Ransomware-Gruppe „TheGentlemen“

    Auszug DE · 22 Einträge · Stand 11.07.2026

    Aktiv
    🇩🇪

    INTERNET AG Global Network

    Neu
    Listung: 10.07.2026

    Hosting

    inet.de

    Frankfurt am Main · unbestätigt
    🇩🇪

    Thyssenkrupp Marine Systems / Atlas Elektronik

    Listung: 28.06.2026

    Manufacturing / Marine

    Attack est. 2026-06-25
    🇩🇪

    Alexander Buch Bilanzbuchhalter

    Listung: 20.06.2026

    Business Services

    buch-bilanzbuchhalter.de

    Attack est. 2026-06-18
    🇩🇪

    Bäckerei Traublinger

    Listung: 15.06.2026

    Manufacturing / Food

    traublinger.de

    🇩🇪

    Linnecken & Partner

    Listung: 15.06.2026

    Business Services

    linnecken-partner.de

    🇩🇪

    Freiwillige Feuerwehr Allensbach

    Listung: 11.06.2026

    Public Sector / Fire Brigade

    feuerwehr-allensbach.de

    Attack est. 2026-06-10
    🇩🇪

    TeLoh

    Listung: 04.06.2026

    Technology

    te-loh.de

    Attack est. 2026-06-03
    🇩🇪

    GeTeCe

    Listung: 12.05.2026

    Food & Beverage

    getece.com

    🇩🇪

    KUPER

    Listung: 09.05.2026

    Manufacturing

    kuper.de

    Attack est. 2026-05-08
    🇩🇪

    Heinrich Kopp

    Listung: 06.05.2026

    Utilities

    kopp.eu

    Attack est. 2026-04-27
    🇩🇪

    Verzinkerei Rentrop

    Listung: 14.04.2026

    verzinkerei-rentrop.de

    🇩🇪

    EMCO Holding

    Listung: 08.04.2026

    Manufacturing

    emcoholding.com

    🇩🇪

    Ciarus

    Listung: 08.04.2026

    Education

    ciarus.de

    🇩🇪

    Das Labor

    Listung: 04.04.2026

    Healthcare

    daslabor.eu

    🇩🇪

    BITS Business Information Technology Solutions

    Listung: 20.03.2026

    Tech

    bits.com.tn

    Attack est. 2026-02-15
    🇩🇪

    Wachendorff

    Listung: 24.02.2026

    Manufacturing

    wachendorff.de

    🇩🇪

    BITS "Business Information Technology Solutions"

    Listung: 15.02.2026
    🇩🇪

    Comdat Datasystems

    Listung: 15.02.2026

    Tech

    comdat.ch

    🇩🇪

    BAM - Brand Art Media

    Listung: 06.02.2026

    bam.lu

    🇩🇪

    Röben Tonbaustoffe GmbH

    Listung: 31.01.2026

    roeben.com

    Attack est. 2026-01-02
    🇩🇪

    KIM Dental

    Listung: 24.11.2025

    Healthcare

    kimdental.vn

    🇩🇪

    SV-Büro Ing. Schulz GmbH

    Listung: 16.09.2025

    Tech

    Quelle: ransomware.live · TheGentlemen-Leak-Seite (Snapshot 11.07.2026). Eine Listung bedeutet nicht automatisch einen bestätigten Cyberangriff.

    Volles TheGentlemen-Profil

    10 Do's für Kunden und Geschäftspartner der INTERNET AG

    1. Beim Anbieter aktiv nachfragen – über bekannte, offizielle Kontaktwege: Gibt es einen Sicherheitsvorfall, sind Kundensysteme oder -daten betroffen?
    2. Zugangsdaten, die beim oder über den Hoster genutzt werden (Kundenportale, FTP/SSH, E-Mail-Konten, API-Schlüssel, Admin-Zugänge), vorsorglich erneuern.
    3. Multi-Faktor-Authentifizierung überall aktivieren, wo verfügbar.
    4. Erhöhte Wachsamkeit bei E-Mails, Anrufen und Rechnungen mit INTERNET-AG-Bezug – nach solchen Vorfällen folgen häufig täuschend echte Phishing-Wellen.
    5. Bankverbindungen bei Rechnungen telefonisch über bekannte Nummern verifizieren.
    6. Eigene, unabhängige Backups der gehosteten Daten prüfen – nicht allein auf die Backups des Anbieters verlassen.
    7. Fernwartungs- und Fernzugriffe (z. B. AnyDesk) nur nach Ankündigung und Verifizierung über einen zweiten Kanal zulassen.
    8. Eigene Logs auf ungewöhnliche Zugriffe aus Richtung des Dienstleisters prüfen.
    9. Verträge und Meldewege sichten: Wer ist Ansprechpartner für Sicherheitsvorfälle, welche Informationspflichten bestehen?
    10. Nur offizielle Informationen des Unternehmens oder von Behörden als verlässlich behandeln.

    10 Don'ts im Ernstfall

    1. Kein vorschnelles Lösegeld – BSI, BKA, FBI und CISA raten einhellig ab.
    2. Kein Täterkontakt ohne Profis (Forensik, Anwalt, ZAC Hessen).
    3. Vorfall nicht verschweigen oder kleinreden – gerade gegenüber betreuten Kunden.
    4. Systeme nicht neu aufsetzen, bevor der Einfallsweg forensisch geklärt ist.
    5. Keine Schuldzuweisung an einzelne Mitarbeitende – Opfer ist zunächst das Unternehmen selbst.
    6. Backups nie am selben Netz belassen – Ransomware sucht gezielt nach ihnen.
    7. Keine Wiederherstellung ohne Malware-Scan der Backups.
    8. Keine ungeprüften „Datenrettungs"-Angebote Dritter (oft Mittelsmänner der Täter).
    9. Leak-Daten nicht selbst herunterladen oder weiterverbreiten – der Besuch von Leak-Seiten kann strafbar sein.
    10. Nicht auf „uns trifft es nicht" setzen – BSI verortet rund 80 % der gemeldeten Angriffe im Mittelstand.

    12 Präventions-Do's für Hosting-Anbieter & IT-Dienstleister

    1. Fortinet- und andere Edge-Geräte mit höchster Priorität patchen (CVE-2024-55591 & Co.), VPN-/Firewall-Appliances zuerst.
    2. MFA flächendeckend (VPN, Mail, Admin, Fernwartung, Kundenportale).
    3. 3-2-1-Backups mit Offline- und idealerweise unveränderlicher (immutable) Kopie.
    4. Restore-Tests fest im Kalender.
    5. Kein offenes RDP, Fernzugang nur über gehärtetes VPN.
    6. Fernwartungswerkzeuge (AnyDesk & Co.) inventarisieren, härten, auf Allowlists beschränken und protokollieren.
    7. EDR/MDR statt reinem Virenscanner; auf EDR-Killer- und BYOVD-Techniken achten.
    8. Active Directory härten, GPO-Änderungen überwachen und alarmieren (domänenweite Ransomware-Verteilung verhindern).
    9. Strikte Trennung von interner IT und Kundenumgebungen – eigene Zugänge, eigene Netze, eigene Credentials je Kunde.
    10. Zero-Trust und Least Privilege für alle privilegierten Kundenzugänge; Passwort-Tresor mit Protokollierung statt Excel-Liste.
    11. ESXi-/Virtualisierungshosts besonders härten und segmentieren; Management-Interfaces nie exponieren.
    12. NIS-2-Betroffenheit prüfen und Meldewege (ZAC Hessen, BSI, HBDI) vorab im Notfallplan hinterlegen; mindestens rund 20 % des IT-Budgets für Security und Awareness-Schulungen einplanen.

    Häufige Fragen (FAQ)

    Quellen & Methodik

    Threat-Intelligence-Meldung zum Eintrag auf der TheGentlemen-Leak-Seite (Sichtung 10.07.2026, indexiert u. a. durch Ransomware.live); Unternehmensangaben auf inet.de; Register-/Firmenauskünfte (Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 54478, North Data, Creditreform, Implisense); Threat-Intel-Reports zu TheGentlemen (Group-IB, Halcyon, Check Point, Trend Micro, Huntress); Empfehlungen von BSI, Bitkom, FBI und CISA. Kein Link zur Leak-Seite, keine Onion-Adresse.

    W

    Wasacon Redaktion

    Cybersecurity-Analysen & Darknet-Monitoring · Kreis Heinsberg

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