Entwickler-Tools werden zur Cyberwaffe: Manipulierte CPU-Z und HWMonitor Versionen schleusen Remote-Access-Malware ein.

CPUID – eine der bekanntesten Plattformen für Systemanalyse-Tools wie CPU-Z und HWMonitor – wurde Ziel eines gezielten Supply-Chain-Angriffs.
Angreifer haben es geschafft, manipulierte Versionen dieser weit verbreiteten Tools in Umlauf zu bringen. Die trojanisierten Installer enthalten neben der erwarteten Funktionalität die Remote-Access-Malware STX RAT. Nutzer laden scheinbar harmlose Software herunter – und installieren unbemerkt eine Backdoor.
Besonders perfide: Die manipulierten Versionen verhalten sich auf den ersten Blick völlig normal. CPU-Z zeigt Prozessor-Informationen an, HWMonitor überwacht Hardware-Sensoren – im Hintergrund wird jedoch vollständiger Fernzugriff auf das System eingerichtet.
🚨 Betroffen: Trojanisierte CPU-Z und HWMonitor Downloads verteilen STX RAT
Das ist kein klassischer Hack – sondern einer der gefährlichsten Angriffstypen überhaupt. Das Prinzip: Manipuliere das Werkzeug – nicht den Nutzer.
Bekannte Tools wie CPU-Z genießen hohes Vertrauen bei IT-Profis und Endnutzern
Die manipulierten Installer können mit gültigen oder nachgeahmten Signaturen versehen sein
Kein Social Engineering nötig – der Nutzer lädt die Software freiwillig herunter
Millionen CPU-Z Downloads weltweit – ein einziger kompromittierter Kanal reicht
Der Angriffsablauf ist mehrstufig und so konzipiert, dass klassische Sicherheitssysteme nicht sofort Alarm schlagen.
Angreifer infiltrieren die Infrastruktur von CPUID oder die Verteilungskanäle der Software
STX RAT wird in CPU-Z und HWMonitor Installer eingebettet – die Funktionalität bleibt erhalten
Die Downloads sehen identisch aus – keine offensichtlichen Warnsignale
Während das Tool normal startet, richtet sich STX RAT als persistente Backdoor ein
Remote-Kontrolle, Credential-Diebstahl und Nachladen weiterer Payloads
⚠️ Besonders perfide: Kein klassischer Alarm. Kein Antivirus schlägt sofort an.
Die Malware STX RAT gibt Angreifern nahezu vollständige Kontrolle über infizierte Systeme. Kurz gesagt: Dein System gehört nicht mehr dir.
Vollständige Fernsteuerung des infizierten Rechners – als säße der Angreifer direkt davor
Browser-Passwörter, gespeicherte Credentials und Session-Tokens werden exfiltriert
Geschäftsdokumente, Kundendaten, Konfigurationsdateien – alles ist zugänglich
Screenshots, Bildschirmaufnahmen und potenzielle Kamera-Aktivierung zur Spionage
STX RAT dient als Einfallstor für Ransomware, Keylogger oder weitere RATs
Viele denken: „Ist ja nur ein kleines Tool…" – Genau das ist das Problem.
CPU-Z und HWMonitor gehören zum Standard-Toolkit jedes IT-Profis
Firmen, die Diagnose-Software auf Arbeitsrechnern einsetzen
Ohne verhaltensbasierte Erkennung bleibt der Angriff unsichtbar
Nutzer, die Tools von Drittseiten oder alten Bookmarks laden
Software-Quellen überprüfen
Downloads nur von offiziellen Seiten mit Verifikation
Hash-Werte vergleichen
EDR/XDR einsetzen
Systeme auf verdächtige Verbindungen prüfen
Zero Trust einführen
→ IT-SicherheitNetzwerkverkehr überwachen
→ Netzwerk-ManagementMitarbeiter sensibilisieren
→ SchulungenSoftware vor Deployment testen
EDR/XDR flächendeckend einsetzen
→ EDR/XDRDieser Angriff zeigt erneut: Die größte Gefahr kommt nicht von außen – sondern durch Vertrauen. Supply-Chain-Attacken sind die Zukunft moderner Cyberangriffe. Und sie treffen genau dort, wo sich niemand schützt:
👉 Im Alltag.
Wenn selbst bekannte Tools wie CPU-Z kompromittiert werden können, gibt es nur eine Konsequenz:
Blindes Vertrauen ist vorbei.
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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