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    Cybersecurity

    CPUID kompromittiert – STX RAT verbreitet sich über legitime Tools

    Entwickler-Tools werden zur Cyberwaffe: Manipulierte CPU-Z und HWMonitor Versionen schleusen Remote-Access-Malware ein.

    12.04.2026 8 min Lesezeit
    CPUID Hack: STX RAT Supply-Chain-Angriff

    Was ist passiert?

    CPUID – eine der bekanntesten Plattformen für Systemanalyse-Tools wie CPU-Z und HWMonitor – wurde Ziel eines gezielten Supply-Chain-Angriffs.

    Angreifer haben es geschafft, manipulierte Versionen dieser weit verbreiteten Tools in Umlauf zu bringen. Die trojanisierten Installer enthalten neben der erwarteten Funktionalität die Remote-Access-Malware STX RAT. Nutzer laden scheinbar harmlose Software herunter – und installieren unbemerkt eine Backdoor.

    Besonders perfide: Die manipulierten Versionen verhalten sich auf den ersten Blick völlig normal. CPU-Z zeigt Prozessor-Informationen an, HWMonitor überwacht Hardware-Sensoren – im Hintergrund wird jedoch vollständiger Fernzugriff auf das System eingerichtet.

    🚨 Betroffen: Trojanisierte CPU-Z und HWMonitor Downloads verteilen STX RAT

    Die eigentliche Gefahr: Supply-Chain-Angriff

    Das ist kein klassischer Hack – sondern einer der gefährlichsten Angriffstypen überhaupt. Das Prinzip: Manipuliere das Werkzeug – nicht den Nutzer.

    Software wirkt vertrauenswürdig

    Bekannte Tools wie CPU-Z genießen hohes Vertrauen bei IT-Profis und Endnutzern

    Signaturen wirken legitim

    Die manipulierten Installer können mit gültigen oder nachgeahmten Signaturen versehen sein

    Nutzer installieren selbst

    Kein Social Engineering nötig – der Nutzer lädt die Software freiwillig herunter

    Großflächige Infektionen

    Millionen CPU-Z Downloads weltweit – ein einziger kompromittierter Kanal reicht

    Wie funktioniert der Angriff?

    Der Angriffsablauf ist mehrstufig und so konzipiert, dass klassische Sicherheitssysteme nicht sofort Alarm schlagen.

    1

    Build- oder Distributionssystem kompromittiert

    Angreifer infiltrieren die Infrastruktur von CPUID oder die Verteilungskanäle der Software

    2

    Schadcode in legitime Software integriert

    STX RAT wird in CPU-Z und HWMonitor Installer eingebettet – die Funktionalität bleibt erhalten

    3

    Nutzer laden "offizielle" Versionen herunter

    Die Downloads sehen identisch aus – keine offensichtlichen Warnsignale

    4

    Malware wird im Hintergrund installiert

    Während das Tool normal startet, richtet sich STX RAT als persistente Backdoor ein

    5

    Angreifer erhalten vollständigen Zugriff

    Remote-Kontrolle, Credential-Diebstahl und Nachladen weiterer Payloads

    ⚠️ Besonders perfide: Kein klassischer Alarm. Kein Antivirus schlägt sofort an.

    Was kann STX RAT?

    Die Malware STX RAT gibt Angreifern nahezu vollständige Kontrolle über infizierte Systeme. Kurz gesagt: Dein System gehört nicht mehr dir.

    Remote-Zugriff auf Systeme

    Vollständige Fernsteuerung des infizierten Rechners – als säße der Angreifer direkt davor

    Diebstahl von Zugangsdaten

    Browser-Passwörter, gespeicherte Credentials und Session-Tokens werden exfiltriert

    Zugriff auf Dateien und Dokumente

    Geschäftsdokumente, Kundendaten, Konfigurationsdateien – alles ist zugänglich

    Überwachung (Screen / Kamera)

    Screenshots, Bildschirmaufnahmen und potenzielle Kamera-Aktivierung zur Spionage

    Nachladen weiterer Malware

    STX RAT dient als Einfallstor für Ransomware, Keylogger oder weitere RATs

    Wer ist betroffen?

    Viele denken: „Ist ja nur ein kleines Tool…" – Genau das ist das Problem.

    Entwickler & IT-Admins

    CPU-Z und HWMonitor gehören zum Standard-Toolkit jedes IT-Profis

    Unternehmen mit lokalen Tools

    Firmen, die Diagnose-Software auf Arbeitsrechnern einsetzen

    Systeme ohne Monitoring / EDR

    Ohne verhaltensbasierte Erkennung bleibt der Angriff unsichtbar

    Unkontrollierte Download-Quellen

    Nutzer, die Tools von Drittseiten oder alten Bookmarks laden

    Was du jetzt tun musst

    Sofortmaßnahmen für Nutzer

    Software-Quellen überprüfen

    Downloads nur von offiziellen Seiten mit Verifikation

    Hash-Werte vergleichen

    EDR/XDR einsetzen

    Systeme auf verdächtige Verbindungen prüfen

    Für Unternehmen

    Zero Trust einführen

    IT-Sicherheit

    Netzwerkverkehr überwachen

    Netzwerk-Management

    Mitarbeiter sensibilisieren

    Schulungen

    Software vor Deployment testen

    EDR/XDR flächendeckend einsetzen

    EDR/XDR

    💡 Wasacon Einschätzung

    Dieser Angriff zeigt erneut: Die größte Gefahr kommt nicht von außen – sondern durch Vertrauen. Supply-Chain-Attacken sind die Zukunft moderner Cyberangriffe. Und sie treffen genau dort, wo sich niemand schützt:

    👉 Im Alltag.

    Wenn selbst bekannte Tools wie CPU-Z kompromittiert werden können, gibt es nur eine Konsequenz:

    Blindes Vertrauen ist vorbei.

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