Supply-Chain-Angriff auf npm erreicht neue Dimension – Verbindungen zur Lazarus Group werden untersucht.

Der Angriff auf die weit verbreitete JavaScript-Bibliothek Axios sorgt weiterhin für massive Unruhe in der Entwickler-Community. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass hinter der kompromittierten npm-Version keine gewöhnlichen Cyberkriminellen stehen – sondern eine staatlich unterstützte Hackergruppe aus Nordkorea.
Bereits zuvor hatten wir den technischen Ablauf und die Auswirkungen des Angriffs detailliert analysiert:
👉 Zum ersten Artikel: Axios Supply-Chain-AngriffAngreifer konnten manipulierte Versionen der Axios-Bibliothek in das npm-Ökosystem einschleusen. Diese Versionen enthielten versteckten Schadcode, der sich unbemerkt in Anwendungen integrierte.
Quelle: EuRepoC – Anzahl dokumentierter Cyber-Kampagnen nach Herkunftsland
240+
Kampagnen aus China
96
Nordkorea-Operationen
78%
zielen auf Datendiebstahl
Sicherheitsforscher sehen klare Parallelen zu bekannten Angriffsmustern nordkoreanischer Gruppen:
Insbesondere Taktiken, die bereits von Gruppen wie der Lazarus Group bekannt sind, scheinen sich hier zu wiederholen. Diese Gruppe wird regelmäßig mit staatlich gesteuerten Cyberoperationen in Verbindung gebracht. Ähnliche Tarnmechanismen setzen auch russische Hackergruppen ein.
Basierend auf dem Lockheed Martin Cyber Kill-Chain-Modell – adaptiert auf den Axios-Vorfall
Monitoring von npm-Registries, Open-Source-Projekten, Maintainer-Profilen. Analyse von Download-Statistiken und Dependency-Graphen.
Betroffene Sicherheitsebenen
Die Lazarus Group (auch bekannt als APT38, Hidden Cobra, ZINC) ist eine der aktivsten und gefährlichsten staatlich unterstützten Hackergruppen weltweit. Ihre Operationen umfassen Finanzdiebstahl, Spionage, Sabotage und zunehmend auch Angriffe auf Software-Lieferketten.
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Open-Source-Bibliotheken werden oft automatisch integriert – ohne tiefgehende Prüfung.
Mehr zu Open-Source-Risiken →Automatisierte Pipelines übernehmen Updates direkt – inklusive potenzieller Malware.
Ein kompromittiertes Paket kann tausende Projekte gleichzeitig infizieren.
Grundsätzlich alle, die:
Besonders kritisch:
Dieser Angriff ist ein weiterer Beweis dafür, dass Cyberkriminalität längst geopolitisch geworden ist. Es geht nicht mehr nur um Datenklau oder Ransomware – sondern um systematische Unterwanderung digitaler Infrastrukturen.
Gerade Unternehmen im Mittelstand unterschätzen häufig das Risiko, das von kompromittierten Open-Source-Komponenten ausgeht.
Kontakt aufnehmen →Der Axios-Hack ist kein Einzelfall – sondern Teil einer neuen Angriffswelle auf die Software-Lieferkette. Die vermutete Beteiligung nordkoreanischer Akteure zeigt, wie ernst die Lage inzwischen ist. Wer heute Software entwickelt oder betreibt, muss Sicherheit von Anfang an mitdenken – sonst wird man Teil des Problems.
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Risiko-Level: Mittel · Multiplikator: 1.2×
Richtwerte auf Basis von BSI/NIST/ENISA-Branchenbenchmarks. Keine verbindliche Empfehlung.
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